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Interview mit Nico Hülkenberg

"Am Ende mit den Reifen kritisch"

Nico Hülkenberg - Force India - GP Österreich - Formel 1 - Sonntag - 21.6.2015 Foto: xpb 63 Bilder

Nico Hülkenbergs Höhenflug geht weiter: Achter in Montreal, Sieger in Le Mans, Sechster in Spielberg. auto motor und sport hat sich mit dem Force India-Pilot nach dem GP Österreich unterhalten. Hülkenbergs Fazit: Das fast perfekte Wochenende.

23.06.2015 Michael Schmidt
War es das perfekte Rennwochenende?

Hülkenberg: Kann man so sagen. Perfekt wäre natürlich, wenn wir gewinnen könnten, aber mit dem was wir haben, ist ein sechster Platz das Maximum dessen, was wir rausholen konnten. Dazu am Samstag überragend in der Qualifikation abgeschnitten. Im Rennen war es klar, dass der zweite Williams nicht zu halten ist. Man sieht auch, als der einmal vorbei war, ist der mir so weg gezogen, dass ich nicht mehr mitreden konnte.

Wie war der Start?

Hülkenberg: Mein bester Start des Jahres. Dabei war der Start in die Formationsrunde noch richtig schlecht. Die Kupplungseinstellung hat gar nicht gepasst. Aber wir haben die richtigen Veränderungen vorgenommen. Ich bin dann genauso gut weggekommen wie die Jungs vor mir und um mich herum.

Woher wissen Sie, dass es Ihr bester Start war?

Hülkenberg: Das spürt du als Fahrer sofort. Und die Daten haben es hinterher bestätigt.

Wann begann die Lücke zu den Top 4 aufzureißen?

Hülkenberg: Im ersten Stint ging es noch. Die Lücke wurde nicht so wahnsinnig groß. Bottas war die ganze Zeit hinter mir. Ich konnte ihn aber ganz gut kontrollieren. Er hat mich erst beim Überrunden überholt. Das lief nicht so glücklich für mich. Wir kamen aber durch unseren früheren Boxenstopp wieder an ihm vorbei. Dann sind wir auf Maldonado und Perez aufgelaufen, die noch auf den Soft-Reifen draußen geblieben waren. Im Verkehr hinter anderen Autos zahlen wir nach wie vor einen hohen Preis. Bottas konnte sich an mich dranhängen und ist dann auch schnell vorbei. Ich wollte auch nicht bis zur letzten Konsequenz kämpfen, weil ich wusste, dass es sich nicht lohnt. Ich hatte ja noch richtig viele Runden mit dem Reifensatz abzustrampeln. Am war es dann mit den Reifen auch richtig kritisch.

Hätten Sie Bottas ohne die Mithilfe der Überrundeten halten können?

Hülkenberg: Ich hätte ihn noch einige Runden auf Abstand halten können, aber am Ende hätte es wegen der Reifen nicht gereicht.

Ab wann sind die Reifen eingebrochen?

Hülkenberg: Die letzten zehn Runden. Dann fingen die Vibrationen an, das Auto hat untersteuert, die Traktion nachgelassen.

Ihr Fazit nach acht Rennen?

Hülkenberg: Mit Platz 5 in der Konstrukteurs-WM konnten nach den ersten beiden Rennen nicht rechnen. Weitaus besser als erwartet. Unsere Konkurrenten haben uns da viel geholfen. Aber die letzten paar Rennen haben wir auch regelmäßig gepunktet. Wir haben uns verbessert und gelernt mit dem Auto besser klarzukommen. Unter den Umständen ein positives Fazit. Nicht da, wo wir sein wollten, aber unter den Umständen gut.

Diese Woche wird ein Teil der B-Version des Autos in Spielberg getestet. Warum sitzt da kein Stammpilot im Auto?

Hülkenberg: Das Paket lässt sich noch nicht beurteilen von den paar Teilen, die da schon am Auto sind. Es wird sowieso kein Performance-Test gemacht. Das Team zieht größere Vorteile daraus, andere Fahrer fahren zu lassen.

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