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Interview mit Nico Hülkenberg

"Einfach eine Killer-Strecke"

Nico Hülkenberg - Force India - GP Singapur 2014 Foto: xpb 24 Bilder

Nico Hülkenberg verfluchte die Strategie. Er hätte beim GP Singapur Sechster werden können, wurde aber nur Neunter. Der Force India-Pilot unterhielt sich nach der Reifenschlacht von Singapur mit auto motor und sport über das Rennen, die Taktik und das neue Technikpaket.

24.09.2014 Michael Schmidt
Wie zufrieden sind Sie mit dem Rennen in Singapur?

Hülkenberg: Die ganze harte Arbeit, die ich in das Rennen investiert habe, hat sich am Ende nicht ausgezahlt. Wir haben mit der Strategie danebengegriffen. Wir hätten am Ende noch einmal für frische Reifen stoppen müssen. Dann hätte ich es auf den sechsten Platz geschafft. So war es mühsam, weil meine Reifen am Ende waren. Ich konnte weder angreifen, noch verteidigen. Mein Kollege Perez war im ganzen Rennen nirgendwo zu sehen und steht am Ende mit dem Lorbeer da.

Wie sehr hat der Plattfuß am Anfang geschadet?

Hülkenberg: Der hat nicht viel ausgemacht. Ich hatte sowieso eine Dreistopp-Strategie geplant. Dass ich da jetzt zum ersten Stopp drei Runden früher reinkommen musste, hat nicht viel geändert. Wir haben sowieso mit einem Safety-Car gerechnet. Das hat das wieder alles ins Lot gebracht.

Haben Sie sich eine geringere Reifenabnutzung erwartet. Force India hat da normalerweise Vorteile?

Hülkenberg: Ich habe es so schlimm erwartet, wie es gekommen ist. Singapur ist einfach eine Killer-Strecke.

War es ein Fehler, Vergne vorbeizulassen, weil ihm eine Fünfsekundenstrafe drohte?

Hülkenberg: Ich habe Vergne nicht vorbeigelassen. Bei Massa haben sie mir gesagt: Verliere keine Zeit mit dem. Bei Vergne nicht. Sie haben nur erzählt, dass er eine Strafe kriegt.

Sie haben sich also ganz normal gegen Vergne verteidigt?

Hülkenberg: Ich hatte keine Reifen mehr, Leute. Ich bin auf den Felgen gefahren. Wie Bottas und Kimi auch. Alle gleich elendig. Da ging nichts mehr. Das ist doch jedes Jahr das gleiche hier. Am Ende bist du mit alten Reifen rasiert.

Wie war das Durcheinander mit Bottas am Ende?

Hülkenberg: Letzte Runde, Checo hat sich von hinten mit relativ frischen Supersoft-Reifen durchs Feld gepflügt. Ich habe ihn mehr oder weniger kampflos vorbeigelassen. Keine Chance, ihn zu halten. Kimi hat er auch gleich gekriegt. Bottas hat sich verteidigt, aber dann in Kurve 14 hat er zugemacht, doch da ist kein Grip, beide Hinterreifen haben blockiert, und er ist geradeaus gerutscht. So sind wir vorbei, und er hat drei Plätze verloren auf den letzten paar hundert Metern.

Wie haben die neuen Aero-Teile funktioniert?

Hülkenberg: Ich will noch kein finales Fazit ziehen. Für das Singapur-Wochenende konnte ich noch nicht den großen Fortschritt feststellen. Ich glaube, das ist noch nicht das letzte Wort. Wir müssen jetzt mal auf einer normalen Strecke schauen und das Auto besser verstehen lernen, um da mehr rauszukitzeln.

Das wird ein heißer Kampf mit den McLaren?

Hülkenberg: Wir haben wieder Glück gehabt. Trotzdem hätte es noch besser laufen können. Mit der perfekten Strategie wäre ich Sechster und Checo Siebter geworden. Das wären nochmal zehn Punkte mehr gewesen.

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