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Interview mit Nico Hülkenberg

"Preis für gutes Trainingsergebnis bezahlt"

Nico Hülkenberg - GP Bahrain 2015 Foto: xpb 59 Bilder

Nach einem guten Training endete der GP Bahrain für Nico Hülkenberg mit einer Enttäuschung. Teamkollege Perez holte Punkte, er nicht. Im Gespräch mit auto motor und sport erzählt der Force India-Pilot, was schief gelaufen ist.

21.04.2015 Michael Schmidt
Ihr Resümee nach Startplatz 8 und Rang 13 im Rennen?

Hülkenberg: Das war kein erfolgreiches Rennen. Im Rückblick war die Dreistoppstrategie falsch, weil ich permanent mit anderen Fahrern kämpfen musste. Für unser Auto ist es absolut Gift, hinter anderen Autos herzufahren. Das kostet massiv Abtrieb und frisst die Reifen. Das hat mich im Endeffekt Punkte gekostet. Checo war mit seiner Zweistopp-Strategie besser bedient. Er ist immer schön für sich alleine in sauberer Luft gefahren und konnte die Reifen viel besser managen als ich. Deshalb ist er auch in die Punkte gefahren.

Hätten Sie zwei Stopps gekonnt?

Hülkenberg: Ich denke schon. Es hat sich am Anfang nicht so angefühlt, und ich war auch skeptisch, aber Sergio hat bewiesen, dass es ging. Er hatte allerdings auch einen extra Satz frischen Reifen. Bei mir waren alle gebraucht, der zweite weiche sogar zwei Mal. Ein Stück weit habe ich im Rennen also den Preis für mein gutes Trainingsergebnis bezahlt. Dafür musste ich alle Reifensätze verbraten.

Hatten Sie sich von Anfang an auf drei Stopps festgelegt?

Hülkenberg: Wir waren offen für beide Strategien. In der zehnten Runde haben wir dann entschieden reinzukommen. Damit wurde es nach hinten raus mit zwei Stopps schon eng.

War das Timing der Stopps nicht ideal?

Hülkenberg: Das konnten wir uns nicht aussuchen. Ich kam einfach immer ein bis zwei Sekunden hinter einem anderen Fahrzeug aus der Box raus, war dadurch ständig in Zweikämpfe verstrickt. Das geht halt auf die Reifen.

Prinzipiell lief es besser als bei den letzten Rennen. Woran lag es?

Hülkenberg: An der Streckencharakteristik. Ob es wirklich so viel besser war, wage ich zu bezweifeln. Es war wohl eher eine Momentaufnahme.

Die Startrunde lief wieder perfekt für Sie?

Hülkenberg: Überhaupt nicht. Ich hatte einen richtig schlechten Start. Als die Kupplung kam, haben direkt die Hinterräder durchgedreht. Dabei sind drei, vier Leute an mir vorbeigeflitzt. Die konnte ich mir aber in der ersten Runde wieder zurückholen. So war ich nach der ersten Runde wieder Achter wie im Training. Netto habe ich aber eine Position abgegeben, weil Massa ja vor dem Start rausgefallen ist. Trotzdem eine ordentliche erste Runde. Die Serie geht weiter.

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