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Vettel zum Testverbot

"Irgendeiner hat Panik bekommen"

Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 Test - Abu Dhabi - 25. November 2014 Foto: xpb 91 Bilder

Sebastian Vettels letztes Rennen für Red Bull endete mit einer Enttäuschung. Der Weltmeister landete nur auf Platz 8 und musste eine Absage der Ferrari-Testfahrten schlucken. Vettel erzählt im Gespräch mit auto motor und sport über den Kehraus bei Red Bull und gibt einen Ausblick in die Zukunft.

26.11.2014 Michael Schmidt
Wie lief Ihr letztes Rennen für Red Bull?

Vettel: Das Rennen war nichts Besonderes. Ich bin ja schon als Letzter aus der Boxengasse gestartet. Dann habe ich mich an Magnussen festgefahren. Das hat mich am meisten Zeit gekostet. Später konnte ich noch Boden gutmachen. Doch da war der Zug bereits abgefahren.

Haben Sie da den Anschluss an Ricciardo verpasst?

Vettel: Daniel kam gleich an Magnussen und noch einem Fahrer vorbei, und ich saß hinter dem McLaren fest. Ich habe mich mit dem Überholen schwer getan, weil der Top-Speed wie im Training enttäuschend war. Gegen die Autos mit Mercedes-Motor keine Chance.

Was haben Sie an Ihrem Auto geändert, nachdem klar war, dass Sie aus der Boxengasse starten mussten?

Vettel: Wir sind wieder auf das Setup aus den freien Trainingssitzungen zurückgegangen. Hat aber nichts geholfen. Das Auto war vom Gefühl her ziemlich ähnlich wie in der Qualifikation. Das Abtriebsniveau haben wir beibehalten. Bei mir kam dazu, dass vor dem Rennen der Motor noch gewechselt werden musste. Der ist irgendwie über Nacht kaputtgegangen.

Haben Sie herausgefunden, warum das Auto in der Qualifikation plötzlich nicht mehr so lief wie in den Trainingssitzungen?

Vettel: Nein, weil es auch im Rennen so geblieben ist. Es ging nur phasenweise ein bisschen besser. Es gibt keinen direkten Grund. Genauso wenig, warum ich gegenüber Daniel auf der Geraden Zeit verloren habe.

Wo hätten Sie ohne die Flügel-Affäre landen können?

Vettel: Sicher weiter vorne. Die Nummer war ärgerlich, weil es mein Ziel war, den vierten Platz in der Fahrer-Weltmeisterschaft zu holen. Bei dem Start aus der Box wussten wir, dass es gegen die Williams schwer werden würde. Von meinem ursprünglichen Startplatz hätte es vielleicht zum vierten Platz gereicht. Bottas hatte sich beim Start ja etwas vertan.

Wie war der letzte Auftritt für Red Bull emotional?

Vettel: Vor dem Rennen gab es eine nette Geste. Alle haben sich zusammengestellt und mich verabschiedet. Da wurden die letzten fünf Jahre noch einmal gewürdigt. Aber wenn du mitten im Rennen steckst, hast du genug anderes zu tun, um daran zu denken. Und wenn du mit dem Auto kämpfen musst, bist du auch nicht so glücklich. Es dauert wohl noch ein bisschen, bis die Gefühle einsickern. Es war nicht unser Jahr. Ich freue mich jetzt auf den Neuanfang.

Sie sind laut Vertrag noch bis Ende der Woche Red Bull-Fahrer. Geht es danach gleich nach Maranello?

Vettel: Gedanklich bin ich schon jetzt dort. Bis es dann wirklich losgeht, vergeht sicher noch ein bisschen Zeit. Aber im Winter geht es dann schon darum, das Team und die Strukturen kennenzulernen.

Sind Sie immer noch sauer, dass Sie für Ferrari in Abu Dhabi nicht testen dürfen?

Vettel: Ich kann es jetzt nicht mehr ändern. Ist halt so. Anfangs war ich enttäuscht, weil ich mir etwas anderes erwartet hatte. Irgendeiner hat da wohl Panik bekommen, dass ich Geheimnisse mitnehmen könnte. Das ist meines Erachtens Quark. Da gibt es wirklich bessere Varianten sich Wissen von einem anderen Team einzukaufen. Ein Ingenieur hat da viel nützlichere Informationen. Es sind ja schon vorher von uns ein paar Leute zu Ferrari gewechselt.

Wann haben Sie von dem Testverbot erfahren?

Vettel: Bis vor zwei Wochen schien alles klar. Dann hat sich Adrian Newey quergestellt.

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