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Formel 1: Die Angst vor dem Vulkan, Teil 2

Island-Vulkan hält Formel 1 in China fest

Flugzeug Foto: dpa 63 Bilder

Der isländische Gletschervulkan Eyjafalla hat die Formel 1 voll im Griff. Neben den Probleme mit der Materialversorgung wird ein Thema wird im Fahrerlager besonders intensiv rauf- und runterdisktutiert: "Wie komme ich nach Europa zurück?"

17.04.2010 Michael Schmidt

Die Natur lässt sich nicht besiegen. Wenn auf Island ein Vulkan ausbricht und der Ascheregen den Flugverkehr lahm legt, kennt auch die technisch hochgerüstete Formel 1 keine Patentlösung. Seit Samstagmorgen fragt sich jeder im Fahrerlager: "Wie komme ich nach Europa zurück?"

Schumacher ohne Privatjet

Michael Schumacher ärgert sich, dass er nach den ersten drei Rennen seinen Privatjet in die Schweiz zurückgeschickt hat. Jetzt ist der siebenfache Weltmeister auf die kommerzielle Luftfahrt angewiesen, und die hat seit dem Ausbruch des Gletschervulkans Eyjafalla auf Island das gleiche Problem wie alle anderen auch. Er muss warten, bis wieder geflogen wird.

Vielleicht sollte er es wie Teamkollege Nico Rosberg machen, der vor seiner Rückkehr nach Europa ein paar Tage Urlaub in Thailand eingeplant hatte. Nico Hülkenberg bläst Trübsal: "Ich richte mich darauf ein, dass ich hier noch eine Weile rumhänge. Selbst wenn wieder geflogen wird, ist es nicht sicher, wann du dann einen Sitzplatz bekommst."

Ecclestone will in Bangkok ausharren

Bernie Ecclestone hat es besser. Sein Jet steht bereits am Flughafen in Shanghai. "Ich fliege am Montag nach Bangkok und warte dort ab, bis ich wieder nach England zurück kann." Red Bull-Chef Christian Horner hatte von seinem Büro bereits einen Notplan über Dubai, Rom und den wieder geöffneten Flughafen von Glasgow ausarbeiten lassen, bis er erfuhr, dass auch Rom geschlossen ist. Der Veranstalter verteilte am Samstagabend bereits Formulare mit dem Antrag, das Visum zu verlängern. Bei vielen im Formel 1-Zirkus läuft die Aufenthaltsgenehmigung Mitte nächster Woche aus.

Sebastian Vettel ist am Sonntagabend um 23.40 Uhr auf den Lufthansa-Flug nach München gebucht. "Könnte eng werden", grinste der Traningsschnellste. Da kam Mark Webber dazu und bot seine Alternative an: "Ich fliege notfalls nach Australien zurück und bleibe da eine Woche. Die Frage ist, ob dann am Drehkreuz Singapur wieder etwas geht."

Vettel scherzt: Heimreise mit dem Auto

In Singapur sitzen 6.000 Fluggäste ohne Ticket und Hotelzimmer fest. Webber riet seinem jungen Kollegen, sich die amerikanische Komödie  "Ein Ticket für zwei" anzuschauen: "Da ist ist exakt die Situation vorweggenommen, in der wir jetzt alle stecken. Eine Reise, bei der alles schief geht." Vettel machte daraufhin den scherzhaften Vorschlag, mit  dem Auto zurückzufahren. Darauf Webber: "Da fahre ich mit. Ich weiß ja, dass du ein guter Fahrer bist."

Auch der Rücktransport des Materials ist noch nicht geklärt. "Zum Glück sind bis zum GP Spanien drei Wochen Zeit", atmete Christian Horner auf. "Für das Entwicklungspgramm hat das keinen Einfluss. Das läuft parallel. Dazu brauchen wir die Autos nicht in der Fabrik. Irgendwann sollten wir die Autos aber dann doch zurückkriegen. Wir hätten nicht genug Ersatzchassis, um in Barcelona mit zwei Autos anzutreten."

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