Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Jackie Stewart

"Teams haben genug von diktatorischer FIA"

Jackie Stewart Foto: Williams 143 Bilder

Die angekündigte Abspaltung der FOTA-Teams hat im Fahrerlager von Silverstone eingeschlagen wie eine Bombe. Der dreimalige Weltmeister Sir Jackie Stewart sieht die Schuld an der Situation klar beim Weltverband FIA.

19.06.2009 Tobias Grüner

Kaum einer kennt die Formel 1-Szene so gut wie Sir Jackie Stewart. Der charismatische Schotte gewann die Weltmeisterschaft in den Jahren 1969, 1971 und 1973 und ist seitdem treuer Begleiter der Königsklasse. Die nun angekündigte Aufspaltung macht den 70-Jährigen wütend. Allerdings zeigte Stewart auch Verständnis für die Entscheidung der Teamvereinigung FOTA.

Teams wie Marionetten

"Max Mosley hat die Teams in eine Ecke gedrängt", erklärte das Formel 1-Urgestein. "Die FIA hat die Teams jahrelang wie Marionetten behandelt. Die haben jetzt genug von der diktatorischen Führung." Stewart kritisiert schon länger den Führungsstil von Max Mosley, der den Teams seiner Meinung nach zu wenig Mitsprache einräumt.

Der Streitpunkt, der nun das Fass zum Überlaufen brachte, heißt Budgetobergrenze. "Man sollte den Teams die Entscheidung überlassen, wie gespart wird. Sie tragen das Risiko bankrott zu gehen und wissen am besten, wie man sparen kann." Den jetzigen Streit nahm Stewart noch einmal zum Anlass, Kritik an Mosley zu üben: "Max Mosley hat viele fragwürdige Entscheidungen getroffen. Man denke einmal an die unüberlegte Einführung von KERS, die die Teams viel Geld gekostet hat. Oder die 100 Millionen Dollar-Strafe gegen McLaren in der Spionage-Affäre, bei der die Schuld nie bewiesen wurde."

Leise Hoffnung auf Einigung

Der Schotte sieht allerdings noch leise Hoffnung auf eine Einigung. Er forderte die FIA auf, von ihren Positionen abzurücken: "Wenn die FIA einen Schritt auf die Teams zu macht, könnten wir noch einmal an den Verhandlungstisch zurückkehren." Dabei setzt Stewart seine Hoffnungen auch in Bernie Ecclestone. "Bernie weiß wie das Geschäft läuft. Er wird in den nächsten Tagen noch einmal versuchen, hinter den Kulissen zu verhandeln."

Allerdings sollte vor dem ganzen politischen Streit der Sport nicht zu kurz kommen. "Wir sind hier in Silverstone. Hier hat 1950 das erste Formel 1-Rennen stattgefunden. Die Fans verdienen es, dass der Sport wieder in den Mittelpunkt rückt." Stattdessen werde nur über Politik geredet. Stewart fordert deshalb, dass die Gespräche über die Zukunft der Formel 1 erst am Montag fortgesetzt werden. Max Mosley hat allerdings bereits angekündigt, am Samstag die Startliste für die kommende Saison zu veröffentlichen.

Umfrage
Was halten Sie von einer Piraten-Serie ohne FIA und Ecclestone?
Ergebnis anzeigen
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden