Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Ehrenrunden im Ferrari 312

Villeneuve auf den Spuren seines Vaters

Jacques Villeneuve Ferrari 312 T4 Fiorano 2012 Foto: Ferrari 18 Bilder

30 Jahre nach dem Tod seines Vaters ist Jacques Villeneuve ins Cockpit des alten Ferrari 312 T4 gestiegen. Auf der Firmen-Teststrecke in Fiorano drehte der Kanadier zu Ehren von Gilles Villeneuve einige Runden.

09.05.2012 Tobias Grüner

Drei Rennen hatte Gilles Villeneuve 1979 mit dem Ferrari 312 T4 gewinnen können. Am Dienstag (8.5.) durfte auch der Sohnemann den alten V12-Renner zum Leben erwecken. Der Anlass war allerdings ein trauriger: Am 8. Mai 1982 hatte sein Vater Gilles Villeneuve im belgischen Zolder bei einem Horrorcrash das Leben verloren. 30 Jahre später erinnerte Villeneuve Junior mit einigen Ehrenrunden an die Leistungen seines Vaters.

Um 10:30 Uhr verließ der Formel 1-Weltmeister von 1997 die Garage. Unter den Augen von Ferrari-Präsiden Luca di Montezemolo, Teamchef Stefano Domenicalo und den beiden aktuellen Scuderia-Piloten Fernando Alonso und Felipe Massa ging es auf die 3,021 Kilometer lange Teststrecke in Fiorano. Auch Gilles Villeneuves Frau Joann und seine ehemalige Mechaniker fanden sich unter den Zuschauern.

"Villeneuve außergewöhnlich als Fahrer und Mensch"

Obwohl er nie einen WM-Titel gewinnen konnte, bleibt Gilles Villeneuve den Fans immer als eine der großen Formel 1-Legenden in Erinnerung. "Er gab den Zuschauern, was sie wollten", erinnert sich Luca di Montezemolo. "Er hat sich nicht groß um die Meisterschaft gekümmert."

Der Ferrari-Präsident war damals bereits an Bord, als der Frankokanadier zur Scuderia stieß. "Ich erinnere mich noch daran, wie Enzo Ferrari mir sagte, dass er einen Nachwuchsmann mit viel Temperament und Talent gesehen hat, der Schneemobil-Rennen in Kanada fährt. Er hatte schon einen Vorvertrag mit McLaren, aber Ferrari wollte frischen Wind ins Team bringen. Er war ein außergewöhnlicher Fahrer und Mensch."

Familie Villeneuve immer am Limit

Auch Jacques Villeneuve denkt gerne an die alten Zeiten mit seinem Vater zurück. "Die ganze Familie begleitete ihn immer zu den Rennen. Wir haben dann immer im Motorhome gelebt, was viel besser als Schule war. Die meisten Erinnerungen habe ich daran, wie wir an der Strecke sind und ich seinen Rennen zuschaue. Ich erinnere mich also zu 90 Prozent an ihn als Fahrer, der nicht oft zu Hause war. Das erschien mir damals aber normal."

Der Vergleich zu seiner eigenen aktiven Zeit fällt dem Sohn schwer. "Ich hatte das Glück, zu einer Zeit zu fahren, als die Autos sicherer waren. Sonst wäre ich vielleicht auch schon tot. Auf der Strecke bin ich wie er. Ich neige dazu, immer am Limit zu wandern."

In unserer Bildergalerie haben wir die Fotos aus Fiorano. Mehr über Gilles Villeneuve gibt es in unserer Geschichte über den Unfall in Zolder 1982 .

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden