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Formel 1: Jaime Alguersuari in Malaysia

Vettel-Rekord um zwei Wochen verfehlt

Jaime Alguersuari Foto: xpb 63 Bilder

Jaime Alguersuari war einer der großen Gewinner des Rennens in Malaysia. Der Spanier bewies sein großes Kämpferherz, als er spektakulär an Vitaly Petrov und Nico Hülkenberg vorbeiging. Als Belohnung gab es die ersten beiden WM-Punkte. Für den Rekord aber leider etwas zu spät.

04.04.2010 Tobias Grüner

Als Sebastian Vettel 2007 in Indianapolis in seinem ersten Rennen einen WM-Punkt für Platz acht abstaubte, war er genau 19 Jahre und 349 Tage alt. Jaime Alguersuari feierte seinen 20. Geburtstag am 23. März in Melbourne. Seine ersten WM-Punkte in Malaysia kamen somit gut zwei Wochen zu spät.

Der Spanier war verständlicherweise wenig unglücklich darüber. Der neunte Platz kam auch für den Toro Rosso-Youngster etwas überraschend: "Das war erstaunlich hier zu punkten, weil wir das nicht erwartet haben. Es war mein erstes Rennen auf dieser Strecke und die Qualifying-Bedingungen waren etwas zu hart für uns", gab der Punktedebütant zu. "Im Rennen lief es dann richtig gut. Wir wussten, dass unsere Pace stark ist. Wir müssen uns nur noch in der Qualifikation verbessern - im Regen und im Trockenen. Das ist aber Teil des Lernprozesses."

Schumacher-Fight hilft in Malaysia

In Melbourne verpasste er seinen ersten Punkt auf Platz elf bereits knapp, erntete dafür aber viel Lob für seinen Kampf mit Michael Schumacher. Davon profitierte er auch sieben Tage später noch: "Der Kampf mit Michael hat mir gezeigt, wie ich mich im Rennen verhalten muss. Wie aggressiv ich in Duellen mit Konkurrenten sein muss. Das hat sich heute schon in meinen Fights mit Petrov und Hülkenberg ausgezahlt. Das waren tolle Schlachten. Beide waren absolut sauber. So muss man es in der Formel 1 machen."

Vor allem das spektakuläre Manöver gegen Rookie Hülkenberg sorgte für Begeisterung in seiner Box. Auch wenn Teamchef Franz Tost wohl kurz das Herz stehen blieb, als Alguersuari in der schnellen Kurve fünf außen auf dem Gas blieb: "Nach Kurve vier konnte ich etwas besser beschleunigen. Aber die nächste Kurve ging nach links auf seiner Seite und ich lag außen", beschreibt der Youngster seinen Angriff auf den zehntplatzierten Deutschen. "Zu diesem Zeitpunkt gab es für mich mehr zu verlieren als zu gewinnen. Ich habe es trotzdem riskiert, um den letzten Punkt zu ergattern. Es hat zum Glück gut funktioniert. Diesmal ging es gut. Nächstes Mal vielleicht schon nicht mehr."

Nächster Schritt in Barcelona

Nach zwei guten Resultaten wird der ehemalige Red Bull-Junior immer selbstbewusster. Von Euphorie ist allerdings keine Spur. "Wir können regelmäßig um Punkte kämpfen. Aber dafür muss ich mich selbst auch noch weiter verbessern: Wie sich die Reifen verhalten, wie man neue Strecken lernt oder wie man ein Qualifying fährt."

Spätestens beim Heimspiel in Barcelona soll es noch weiter nach vorne gehen. "Wenn ich wieder nach Europa komme, erwarte ich viel. Da kenne ich die Strecken. Da kann ich meine Leistung zu 100 Prozent zeigen und ich weiß auch viel besser über das Auto bescheid".

Alguersuari: "Bestes Rennen meiner Karriere"

Solange die Lernkurve weiter beständig nach oben zeigt, hat der 20-Jährige aber keine Sorge. Malaysia bezeichnete er selbst als das beste Rennen seiner jungen Karriere. "Wegen des Resultats sowieso, aber auch wie ich mit den Reifen umgegangen bin. Und natürlich weil ich die Strecke vorher nicht gekannt habe." Und außerdem konnte er auch noch den Teamkollegen Sebastien Buemi hinter sich lassen. Der Mann aus Barcelona sieht das aber noch als Ausnahme: "Ich habe großen Respekt vor ihm. Er ist eine gute Messlatte. Es ist natürlich immer schön, vor ihm zu stehen. Momentan fehlt mir da aber noch ein bisschen was. Ich brauche noch ein wenig Zeit."

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