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James Allison verlässt Lotus

Räikkönen verliert Technik-Chef

F1 Halbjahresbilanz Lotus 2012 30 Bilder

Lotus muss künftig auf die Hilfe von Technikchef James Allison verzichten. Der umworbene Ingenieur wird den Rennstall aus Enstone verlassen. Ein Nachfolger für den Briten ist bereits gefunden. Wohin Allison wechseln wird, ist dagegen noch nicht bekannt.

08.05.2013 Tobias Grüner

Wenn Lotus Kimi Räikkönen über das Saisonende halten will, dann hat man nun ein Argument weniger. Mit James Allison geht nicht nur der technische Leiter von Board sondern auch ein Urgestein des Rennstalls in Enstone. Seit 1991 war Allison – mit zwischenzeitlichen Pausen – für die Entwicklung der Rennwagen mitverantwortlich.

James Allison sagt Mercedes ab

Wohin der heißbegehrte Ingenieur wechseln wird, ist noch nicht bekannt. Wer von Lotus weggeht, für den kommt eigentlich nur ein anderes Top-Team in Frage. Nach Informationen von auto motor und sport hatte auch Mercedes die Fühler nach dem Ingenieur ausgestreckt, bekam aber eine Absage. Als wahrscheinlichste Variante kommt Ferrari in Frage, wo Allison ab der Saison 2000 schon einmal für fünf Jahre unter Vertrag stand.

Eine andere Möglichkeit wäre ein Wechsel zu Williams, dann sicherlich aber in einer etwas prominenteren Rolle. Oder am Ende vielleicht doch ein Engagement außerhalb der Formel 1? Allison selbst schweigt. Offenbar darf er den Namen seines neuen Arbeitgebers noch nicht bekannt geben, was die Spekulationen natürlich zusätzlich anheizt.

Nick Chester neuer Lotus Technik-Chef

Ein Nachfolger bei Lotus wurde schnell gefunden. Künftig wird Nick Chester die führende Position in der Technikabteilung übernehmen. Der 43-Jährige habe in den vergangenen Jahren einige Entwicklungsabteilungen geleitet und habe sich den Aufstieg verdient. "Er ist seit mehr als zwölf Jahren beim Team und schon mitten drin in der Entwicklung unseres Autos für die kommende Saison. Das ermöglicht uns einen fließenden Übergang, der schon vor einer Weile eingeleitet wurde", erklärt Teamchef Eric Boullier.

Chester verdiente sich erste Anerkennung bei Arrows, bis er im Jahr 2000 zum damaligen Renault-Team nach Enstone wechselte. "Ich freue mich, die Rolle als Technikdirektor zu übernehmen", kommentierte Chester seine Beförderung. "Ich danke dem Management für das Vertrauen, mich in diese Position zu heben. Ich bin mir bewusst, dass wir das diesjährige Auto intensiv weiterentwickeln müssen und gleichzeitig am Auto für die kommende Saison unter einem komplett anderen Reglement arbeiten müssen. Das werden aufregende Zeiten hier in Enstone und es ist eine Ehre ein Teil davon sein zu dürfen."

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