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Jean Todt exklusiv: Todt wirbt für KERS-Rückkehr 2011

Der neue FIA-Chef Jean Todt hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass schon in der nächsten Formel 1-Saison wieder mit dem Energierückgewinnungs-System KERS gefahren wird. Todt ist optimistisch, die Teams noch zu diesem Schritt überreden zu können.

"Ich bin nicht glücklich darüber, dass sich die Teams einstimmig gegen den Einsatz von KERS für die Saison 2010 ausgesprochen haben. Und ich setze mich persönlich dafür ein, diese Entscheidung für 2011 zu überdenken", sagte Todt in der aktuellen Ausgabe von auto motor und sport (Heft 13, ab 3. Juni im Handel).

"Wir können nicht die ganze Automobilwelt über umweltfreundliche Technologien diskutieren lassen, und in der Formel 1 stellen wir uns taub." Er habe zwar "nichts in der Hand, das die Teams zwingen würde, KERS ab 2011 wieder einzusetzen", so Todt. "Ich bin aber optimistisch, dass ich die Teams noch überreden kann."

Todt will nicht noch zweieinhalb Jahre warten

Eine Einführung von KERS parallel zur Einführung neuer Motoren 2013 hält Todt nicht für sinnvoll. "Zweieinhalb Jahre Nichtstun können wir uns nicht leisten. Der Druck auf uns wird jeden Tag größer. Ich als Privatmann muss KERS nicht haben. Ich will gute Rennen sehen, das reicht mir. Aber als Verantwortlicher der FIA muss ich in diese Richtung Druck machen. Nur so sind wir glaubwürdig. Wir können nicht auf der Straße neue Technologien fordern und sie auf der Rennstrecke ignorieren. Man würde mich zu Recht dafür kritisieren, etwas verschlafen zu haben."

Insgesamt fordert Todt von der Formel 1, sich zu modernisieren. "Die Formel 1 ist so strukturiert, dass jede Entscheidung erst durch die Arbeitsgruppen, dann durch die Formel 1-Kommission und schließlich durch den FIA-Weltrat muss. Auch wenn es heute mit einer 70-Prozent-Mehrheit einfacher geworden ist, Dinge voranzutreiben, muss ich leider feststellen, dass in der Formel 1 der Wille zu Veränderungen fehlt. Aber wir müssen uns ändern, weil sich die Welt weiter dreht."

Todt verfolgt ambitionierte Ziele

Todt nennt vier Ziele, die die Formel 1 erreichen solle. "Kosten reduzieren, die Show verbessern, neue Technologien einführen und, wenn möglich, das Image des Sports dazu nutzen, die Straßen sicherer zu machen. Wenn uns das gelingt, kommen auch die Hersteller, die Zulieferer und die Sponsoren zurück. Wenn wir das nicht tun, bekommt der Motorsport ein echtes Problem."

Dementiert hat Todt Spekulationen, nur für eine Amtszeit an der Spitze der FIA zur Verfügung zu stehen. auto motor und sport sagte Todt: "Das stimmt nicht. Ich denke doch heute noch nicht über eine zweite Amtszeit nach", so Todt. "Meine Priorität ist, meine Zeit so gut wie möglich zu nutzen, meine Ziele mit der FIA zu erreichen."

Michael Schmidt
Von am 2. Juni 2010
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