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Jean Todt

"Zu viele Egos"

Foto: Daniel Reinhard

Ferrari-Teamchef Jean Todt über zu alte Platzhirsche, frisches Blut und die undankbare Aufgabe, Regeln für die Formel 1 zu machen. Während sich der große Formel 1-Tross wieder einmal über die Flut von neuen Regeln beschwert, hält Ferrari-Teamchef Jean Todt der diktatorischen Politik von FIA-Chef Max Mosley die Stange.

09.11.2005

"Max macht einen ausgezeichneten Job. Aus Respekt vor seiner Arbeit akzeptiere ich auch mal Dinge, die uns benachteiligen", sagt der Mann, der sonst immer in dem Ruf steht, die Dinge eher zu seinen Gunsten zu beeinflussen.

Die Ursache für das ständige Hin und Her in den Regularien sieht der Franzose vor allem in den Akteuren selbst: "Seien wir doch mal ehrlich: Die Teams sind nicht in der Lage, sich auf irgendetwas zu einigen." Viele Kollegen nehmen Todt übel, dass er sich früh mit Mosley und Ecclestone über die Fortführung des Concorde-Abkommens geeinigt hat.

Dass Ferrari von allen Besprechungen der anderen Teams ausgeschlossen ist, stört Todt wenig. "Das spart mir Zeit. Allein die Entscheidung, eine Tasse auf dem Tisch um zehn Zentimeter zu verschieben, dauert vier Stunden. Der eine will sie hierhin haben, der andere dorthin. Zum Schluss bleibt sie da, wo sie ist."

Jean Todt: "Zuviel Wut"

Die Ursache für die fruchtlosen Diskussionen glaubt Todt auch zu kennen: "Es stehen zu viele Egos im Weg, zuviel aufgestaute Wut, zuviel Misstrauen. Die Entscheider in diesem Business sind zu alt. Ich schließe mich da mit ein." Der 64-Jährige setzt seine Hoffnung auf die Neuzugänge: "Wir brauchen frisches Blut, müssen offen für neuen Ideen sein, mit einem Lachen im Gesicht. Ich bin froh, dass sich jetzt neue Teams mit jungen Leuten ankündigen."

Warum Ferrari 2005 abstürzte, wie er die Zukunft von Michael Schumacher sieht, und was er von Neuzugang Felipe Massa hält, lesen Sie im Interview mit Jean Todt im neuen Heft von auto motor und sport, Ausgabe 24, ab 9. September im Handel.

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