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Jenson Button

Auf der Suche nach dem Gegner

Jenson Button - Formel 1 - GP Bahrain - 19. April 2012 Foto: xpb 27 Bilder

Für die Fans ist es ein Segen. Das Feld ist so dicht gestaffelt wie noch nie. Für die Teams ist es ein Albtraum. Jenson Button klagt, dass die Rennstrategie eine Fahrt ins Unbekannte ist. Weil man nie weiß, wer am Renntag der Gegner sein wird.

19.04.2012 Michael Schmidt

Das aktuelle Bild der Formel 1 hat sich in der zweiten K.O.-Runde der Qualifikation zum GP China gezeigt. Da lagen 16 Autos in einer Sekunde. "Wenn das Geringste schiefgeht, bist du nicht Erster, sondern Elfter", resümiert Michael Schumacher und verweist auf Sebastian Vettel. Dem fehlten auf den Schnellsten nur drei Zehntel. Und doch blieb er in Q2 hängen.

Unbekannter Gegner

Was für die Fans die Grundlage für spannende Rennen ist, wird für die Strategen der Teams ein Albtraum. "Du weißt nie, wer am Sonntag dein Gegner sein wird", erklärt Jenson Button. Es kann Red Bull sein, oder Mercedes oder Ferrari oder Lotus oder sogar Sauber. Also auf wen soll man die Taktik im Rennen dann ausrichten? Button empfiehlt sich auf sich selbst zu konzentrieren. "Es ist derzeit unmöglich, die Rundenzeiten der anderen Autos verherzusagen. Also musst du schauen, dass du die Strategie wählst, die für dich am besten ist."

In China war das für McLaren ein Dreistopprennen. Selbst wenn man vorausgeahnt hätte, dass Rosberg seine Reifen in Schuss hält, wäre Button nicht in der Lage gewesen, auf eine Zeistoppstrategie zu wechseln. "Der Reifenverschleiß mit unserem ersten Satz war höher als erwartet. Dann haben wir den Fehler gemacht, von weichen auf weiche Reifen zu wechseln. Wir haben nicht erwartet, dass der Medium-Reifen so gut gehen würde." Der Reifen, die große Unbekannte? Button differenziert: "Wir verstehen die Reifen. Das muss aber nicht heißen, dass wir sie immer gleich gut in ihr Arbeitsfenster bringen."

Schumacher puzzelt

Für Michael Schumacher ist dieses Spiel ein Puzzle aus 1.000 Teilen, "das man mal zusammenbringt und mal nicht. Und jedes Wochenende beginnst du von vorne damit". In Bahrain zum Beispiel herrschen garantiert andere Rahmenbedingung als in China. Die Temperaturen fallen tagsüber nicht unter 28 Grad.

"Wir hoffen, dass uns höhere Temperaturen entgegenkommen, aber wir wissen es nicht", lacht Button. Shanghai-Sieger Nico Rosberg meint: "Es könnte sein, dass wir uns hier schwerer tun." Das ist das Schöne an der aktuellen Formel 1. Nicht einmal die Experten können sie ausrechnen.

Wer zum Beispiel Red Bull abschreibt, macht einen Fehler. McLaren hat trotz der Sternstunde von Mercedes ein Auge auf seinem letztjährigen Erzrivalen. "Wenn man Mark Webbers Rennen hernimmt, dann war der absolut auf unserem Niveau. Er lag in der ersten Runde weit hinter uns und ist direkt hinter Lewis ins Ziel gekommen. Also ist er mindestens unser Tempo gefahren." Button weiß, wie schnell sich das Bild ändern kann. "Wenn Red Bull jetzt zwei Zehntel findet, die wir nicht finden, sind sie vorne."

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