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Jenson Button

"Dürfen Red Bull nicht nur hinterherfahren"

Jenson Button Foto: dpa 21 Bilder

Jenson Button will seinen Vorsprung von 25 Punkten auf Sebastian Vettel in der Fahrer-WM nicht bis zum Saisonende durch defensives Fahren verteidigen. Der Engländer schwört auf Angriff: "Wir wollen wieder Rennen gewinnen."

10.07.2009 Michael Schmidt

Die Niederlage von Silverstone hat Jenson Button längst weggesteckt. "Es war halt schade, dass es bei meinem Heimrennen passiert ist, aber irgendwann musste es ja einmal passieren." Will er jetzt als Revanche beim Heim Grand Prix seines größten Rivalen Sebastian Vettel zuschlagen? Button lacht: "Noch ist der Nürburgring nicht Vettels Rennen. Wir könnten da noch etwas dagegen haben."

Kein zweites Silverstone in der Eifel

Der WM-Spitzenreiter glaubt trotz des tristen Eifelwetters nicht, dass sich das Drama mit dem Aufwärmen der Reifen wie in Silverstone wiederholt. "Erstens sollte es wärmer werden als in Silverstone. Zweitens fahren wir hier die weichen Reifenmischungen, was das Problem der Reifentemperaturen entschärft. Drittens haben wir hier die Änderungen am Auto, die wir in Silverstone zurückgezogen haben, weil sie uns wegen unserer Schwierigkeiten mit den Reifen nichts gebracht hätten."

Das Restprogramm macht dem Brawn GP-Piloten Mut. "Die Red Bull sind uns in den schnellen Kurven überlegen. Da kriegen wir das Untersteuern einfach nicht weg. Während die Red Bull bis zu sieben km/h von Kurveneinfahrt bis Ausgang gutmachen, bleibt unser Speed in schnellen Kurven gleich. Wenn ich mir das Restprogramm anschaue, dann fallen nur Spa und Suzuka in das Red Bull-Schema." Der Brawn GP hat seine Qualitäten in langsamen und mittelschnellen Kurven und beim Bremsen.

Brawn GP zieht Updates vor

Vielleicht kam der Weckruf ja zur rechten Zeit. "Die Niederlage treibt uns an. Wir wissen jetzt, dass wir uns nicht zurücklehnen können." Button sieht schon positive Effekte: "Einige der Änderungen, die für Ungarn geplant waren, sind schon hier am Nürburgring am Auto. Und in Ungarn werden wir Sachen haben, die eigentlich erst später kommen sollen." Der 29-jährige Engländer will bei den neun noch ausstehenden Rennen seinen Vorsprung nicht defensiv verwalten. "Wir dürfen jetzt nicht Red Bull hinterherfahren und Punkte abstauben. Wir wollen wieder Rennen gewinnen."

Button sieht Vettel als seinen Hauptgegner im Kampf um die WM. "Rubens steht zwar von den Punkten besser da, aber er fährt im gleichen Auto wie ich. Den kann ich besser kontrollieren. Er wird seine Rennen gewinnen, aber sicher nicht alle. Ich werde auch noch ein paar mal vor ihm liegen." Mit Vettel sei das anders. Der runderneuerte Red Bull ist eine Unbekannte, die Button schwer einschätzen kann. "Haben nur die Bedingungen in Silverstone optimal für das Auto gepasst oder ist es wirklich eine Bombe?"

Reifenvorteil nicht auf jeder Strecke

Auch auf Vettel selbst müsse man aufpassen. Der Deutsche fährt mit Kopf, bereitet seine Rennen gut vor. "Sebastian schafft es, die Reifen schnell auf Temperatur zu bringen, wobei sicher auch sein Auto eine Hilfe ist. Der Schuss kann aber auch nach hinten losgehen. In Monte Carlo hatte Vettel mit der weichen Reifenmischung mehr Probleme als wir. Du kannst eben nicht alles haben. Wer die Reifen schnell aufheizt, der überstrapaziert sie auch schnell, wenn sie am Limit sind."

Die Weltmeisterschaft hat Button trotz seiner sechs Saisonsiege immer noch nicht im Visier. "Das wäre auch falsch. Man würde sich nur verrückt machen. Ich versuche aus jedem Rennen das Maximum herauszuholen."

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