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Jenson Button

Ein Zehntel wäre nicht genug

McLaren - Formel 1 - GP Spanien - 9. Mai 2013 Foto: ams 22 Bilder

Für Jenson Button und McLaren beginnt die Saison in Barcelona neu. Mit vielen Updates muss es einen Sprung nach vorne geben, forderte der Brite am Donnerstag (9.5.2013). Ganz nach vorne wird es aber wohl nicht gehen.

09.05.2013 Tobias Grüner

Bei McLaren heißt es jetzt oder nie. Seit dem Rennen in Bahrain gingen in der Fabrik in Woking die Lichter nicht mehr aus. Für den Europaauftakt in Barcelona wurde ein riesiges Update-Paket geschnürt. "Es wird sich viel verändern. Das kann jeder sehen. Die Aerodynamik wurde komplett geändert. Nur die Farbe des Autos bleibt gleich", scherzte Button am Donnerstag.

Button will locker in die Top Ten

Neue Flügel vorne und hinten, neue Seitenkästen, ein neuer Auspuff und neue Leitbleche - der MP4-28 wurde generalüberholt. Doch Euphorie will bei Button noch nicht aufkommen. "Man muss immer vorsichtig sein, wenn man auf die Zahlen und Simulationen schaut. Bevor wir das Auto gefahren sind, kann man gar nichts sagen."

Sollte der Schritt verpuffen, kann McLaren die Saison abhaken. Man hat schon zu viel Boden auf die Konkurrenz verloren. Button fordert von seinen Ingenieuren einen spürbaren Fortschritt: "Es wird wohl nicht reichen, direkt an der Spitze zu kämpfen. Aber wir müssen eine Verbesserung feststellen. Ich hoffe auf ein bisschen mehr als nur ein Zehntel. Wenn wir ohne größere Probleme im Qualifying unter die ersten Zehn kommen, dann wäre das schon ein Erfolg."

McLaren hofft auf trockenen Freitag

Zuletzt kamen die berechneten Zeitgewinne nicht immer auf der Strecke an. Im Winter wurden die Ingenieure oft vom eigenen Windkanal genarrt. Dort verhielt sich der Luftfluss um das Auto anders als in der Realität. Bei einem Aerotest vor dem Rennen in Barcelona wurden deshalb noch einmal alle Daten überprüft.

Button hofft, dass er im Freien Training viele Daten zu den neuen Teilen sammeln kann. Dabei sollte auch der Extra-Satz Reifen helfen, den Pirelli zur Verfügung stellt. "Dadurch ist die Chance höher, dass mehr gefahren wird und die Strecke sauberer ist. Dann kann man mehr lernen. Auf der anderen Seite droht am Freitag auch Regen. Wenn es nass ist, wird das Risiko für die meisten Teams wohl zu hoch. Wir haben von den neuen Teilen leider noch nicht genug. Deshalb wird dann wohl nur wenig Betrieb auf der Strecke herrschen."

Wintertemperaturen am Rennsonntag?

Obwohl Pirelli auch für das Rennen am Sonntag einen neuen (harten) Reifen im Gepäck hat, erwartet der Brite wieder ein Strategie-Krimi. "Ich glaube, dass der Reifenverschleiß ähnlich wie bei den Wintertests sehr hoch sein wird. Die Temperaturen sollten nicht viel höher liegen. Deshalb wird man auch das wahre Kräfteverhältnis noch nicht erkennen können. Das wird für alle ein schweres Rennen."

Zur Vorbereitung hat sich Button noch einmal das Rennen aus dem Vorjahr angeschaut. "Es sah von außen so aus, als konnte man 2012 deutlich härter pushen. Allerdings mussten die meisten Autos damals auch vier Mal an die Box fahren. Das ist nicht so leicht zu verstehen. Das ist alles so seltsam."

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