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Button über Teamkollegen

"Fernando größere Herausforderung als Lewis"

Jenson Button - McLaren - Formel 1 - GP Singapur - 17. September 2015 Foto: xpb 68 Bilder

Jenson Button ist ein Phänomen. Der Weltmeister von 2009 hatte in seiner Karriere die stärksten Teamkollegen, die man sich denken kann. Und er hat sie alle überlebt. Sein Urteil nach 16 Jahren Formel 1: "Fernando war im Rennen die größte Herausforderung. Größer als Lewis."

26.11.2015 Michael Schmidt

Monatelang war nicht klar, ob Jenson Button seine Formel 1-Karriere fortsetzen wird. Die englische Tagespresse hatte den 35-jährigen Engländer bereits in die Rente geschrieben. Und Button war sich eine Zeitlang selbst nicht sicher, ob und wie es weitergeht. Es war auch ein Kampf ums Geld. Schließlich wurde nach dem GP Japan dann Brief und Siegel unter die Vertragsverlängerung gemacht. Button fährt auch 2016 für McLaren-Honda.

Eigentlich hätte es nie eine Frage sein dürfen, ob der Weltmeister von 2015 bleibt. Da reicht ein Blick auf seine Karriere, um alle Zweifel auszuräumen. Jenson Button hatte im Verlauf seiner 16 Jahre dauernden Karriere viele Teamkollegen, und er hat sie alle überlebt: Ralf Schumacher, Jarno Trulli, Jacques Villeneuve, Takuma Sato, Rubens Barrichello, Lewis Hamilton, Sergio Perez, Kevin Magnussen und jetzt Fernando Alonso. Keiner konnte den Engländer wirklich in die Knie zwingen. Auch Alonso nicht. Nach 18 von 19 Rennen führt Button mit 16:11 nach Punkten.

Alonso konstanter als Hamilton

Auch Lewis Hamilton nicht. Die beiden Engländer fuhren drei Jahre lang zusammen bei McLaren. 2010 ging das Duell mit 240:214 an Hamilton, ein Jahr später mit 270:227 an Button und das dritte Aufeinandertreffen 2012 war mit 190:188 praktisch ausgeglichen.

Button ist der letzten Sieger auf einem McLaren. Er hat die Angriffe der jungen Löwen Perez und Magnussen abgewehrt und bekam dann den größten Brocken seiner Karriere vor die Nase gesetzt. "Vor einem Jahr galt Alonso als der beste Fahrer der Welt", erinnert Button die Kritiker daran, die den Spanier jetzt schon aufs Altenteil schieben wollen.

Button sieht es anders: "Fernando ist ein unglaublich kompletter Fahrer. Im Rennen ist er für mich eine größere Herausforderung als Lewis. Weil er immer konstante Leistung bringt. Liegt er vor dir, musst du dich lang machen ihm hinterherzufahren, ist er hinter dir, hast du keine Sekunde Ruhe. Lewis ist im Rennen viel schwankender in seinen Leistungen. Es gibt Tage, da ist er unbezwingbar. Und dann fragst du dich beim nächsten Rennen: Wo ist er abgeblieben?"

Button hat Spaß trotz Problemen

Alonsos Aussage, dass er sich 2016 verbessern müsse, sieht Button als Kompliment. Aber er bestreitet, dass sein Teamkollege in diesem Jahr langsamer gefahren wäre: "Ich sage euch: Fernando gibt immer alles. Keiner von uns fährt absichtlich langsam." Die beiden Ex-Weltmeister verstehen sich gut. "Wir haben beide unheimlich viel Erfahrung. Trotzdem war es eine interessante Erfahrung, dem anderen zuzuhören, was er im Auto fühlt, was er für Ideen für das Setup hat. Ich habe viel gelernt, und ich glaube umgekehrt geht es Fernando genauso."

Der angeblich so extreme Fahrstil von Alonso ist gar nicht so extrem. Button: "Er lenkt nicht mehr so aggressiv ein wie zu Renault-Zeiten. Fernando hat sich dem Auto angepasst. Wir haben an manchen Wochenende mit unterschiedlichen Abstimmungen begonnen und sind am Ende zum gleichen Ergebnis gekommen."

Und wie beurteilt Button seine eigene Saison: "Ich bin mit meiner Leistung zufrieden. Natürlich war ich vom Auto her limitiert. An drei Qualifyings konnte ich nicht teilnehmen. In Bahrain wäre ich besser gleich daheimgeblieben. Ich konnte nicht mal das Rennen fahren. Trotzdem hat es phasenweise Spaß gemacht. Ich musste nur etwas zum kämpfen haben, so wie in Austin."

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