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Jenson Button Geheimfavorit für 2013

Der Mann für schwierige Rennen

Jenson Button - Formel 1 - GP Abu Dhabi - 02. November 2012 Foto: xpb 66 Bilder

Jenson Button hat eine Saison mit Höhen und Tiefen mit einem Sieg abgeschlossen. Wieder einmal bei gemischten Wetterbedingungen. Kein Fahrer im Feld kann das so gut wie der WM-Fünfte. Red Bull sieht für 2013 nur Ferrari als Gegner. Da könnten sich die Titelverteidiger täuschen. Pirellis neue Reifen liefern Button eine Steilvorlage.

04.12.2012 Michael Schmidt

Jenson Button gewann das erste und das letzte Rennen, und dazwischen noch den GP Belgien. Er hat 2012 so viele Rennen wie Fernando Alonso gewonnen, und ist trotzdem nur Fünfter in der Weltmeisterschaft. Weil er zwischen Bahrain und Silverstone einen Durchhänger hatte. Mit nur sieben WM-Punkten in sechs Rennen. Und weil er sechs Nullrunden schrieb. So wird man nicht Weltmeister. Sebastian Vettel verzeichnete drei Nuller, Fernando Alonso nur zwei.

Button Spezialist für schwierige Rennen

In der Gesamtwertung kam Button bis auf zwei Punkte an Lewis Hamilton heran. Nachdem er 2010 das Duell gegen seinen Landsmann verloren und 2011 gewonnen hatte, könnte man von einem Unentschieden sprechen. Tatsächlich aber war Hamilton in dieser Saison der bessere McLaren-Pilot. Das Trainingsduell verlor Button mit 4:16. Den Vergleich nach Siegen mit 3:4. Auch Hamilton kam sechs Mal nicht in die Punkte. Drei Mal wegen Defekten, drei Mal weil er Opfer einer Kollision wurde. Button muss zwei seiner sechs Nuller auf die eigene Kappe nehmen. In Monte Carlo kollidierte er mit Heikki Kovalainen, und in Malaysia verspielte er alle Chancen, als er sich mit Narain Karthikeyan anlegte. Ausgerechnet bei einem Rennen, dass maßgeschneidert für einen Mann war, der immer bei schwierigen Bedingungen gewinnt.

Bei sieben seiner 15 GP-Siege hat Button bei Mischverhältnissen triumphiert. Ungarn 2006, Malaysia 2009, Australien 2010, China 2010, Kanada 2011, Ungarn 2011 und Brasilien 2012. Das kann kein Zufall sein. Button hat die Ruhe weg. Er wird in den Phasen, in denen er nicht das schnellste Auto hat, nicht nervös, sondern wartet ab, bis es wieder besser läuft. Er behält besser als andere den Überblick, wenn es auf der Strecke Chaos gibt, und wenn man entscheiden muss, wann welche Reifen zum Einsatz kommen. Button hatte neben Nico Hülkenberg als einziger den Riecher, mit Slicks durch die erste Regenphase zu kommen. Ein bisschen Glück ist auch dabei, gibt Button zu: "Du hast bei diesem Wetter immer das Gefühl auf dem falschen Reifen unterwegs zu sein."

Neue Pirelli-Reifen stärken Button

Mit Chaosrennen allein kann man keine Weltmeisterschaft gewinnen. Button stand sich im Mittelteil der Meisterschaft selbst im Weg. Ausgerechnet der Reifenflüsterer verstand die Reifen nicht. "Ich hatte in der zweiten Saisonhälfte 2009 ein ähnliches Problem. Wenn ich die Reifen nicht in ihr Arbeitsfenster bringe, bin ich verloren." Inzwischen glaubt der 32-jährige Engländer das Rätsel entschlüsselt zu haben. "Wir haben zum Schluss der Saison viel mit Setups herumexperimentiert und sind dabei zu interessanten Lösungen gekommen, wie wir die Reifen in ihr Fenster bringen und auch dort halten. Das ganze Geheimnis ist die Temperatur. Sie muss auf der Oberfläche und im Inneren des Reifens exakt gleich sein. Ist sie innen zu hoch, außen zu niedrig oder umgekehrt oder beide zu hoch und beide zu niedrig, geht gar nichts. Die Kunst ist es, beide in Harmonie zu bringen."

Red Bull-Berater Helmut Marko betrachtet Ferrari 2013 als einzigen Konkurrenten für Sebastian Vettel. "Wir müssen Niki Lauda dankbar dafür sein, dass er Hamilton zu Mercedes geholt hat. So hat er Hamilton und McLaren geschwächt." Da könnte der österreichische Ex-Rennfahrer die Rechnung ohne den Wirt gemacht haben. Jenson Button wird 2013 für Vettel und Alonso ein ernsthafter Gegner, wenn McLaren ein ähnlich gutes Auto baut wie in diesem Jahr und seine Zuverlässigkeitsprobleme in den Griff bekommt. Die neue Reifengeneration von Pirelli gibt Button eine Steilvorlage. Dazu Reifenchef Paul Hembery: "Die neue Reifen werden sich schneller aufheizen. Damit wird es einfacher sein, sie in das Arbeitsfenster zu bringen." Genau das, was Button, der Mann mit den wenigsten Lenkbewegungen braucht. Hembery führt weiter aus. "Die Reifen werden auch schneller abbauen." Auch das spielt Button in die Karten. Sein Fahrstil schont die Reifen. Der Weltmeister von 2009 könnte auch der Weltmeister von 2013 sein.

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