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Jenson Button

"Ich wollte dieses Auto und kein anderes"

BGP 001 Foto: Brawn GP 17 Bilder

Jenson Button ist erleichtert. Seine Formel 1-Karriere geht in die zehnte Saison. Obwohl die Zukunft des Teams lange in Frage stand, sei ein Wechsel keine Option gewesen, versicherte der Brite.

09.03.2009 Michael Schmidt

Der Ex-Honda-Pilot hatte hoch gepokert. Als Honda Anfang Dezember seinen Rückzug aus der Formel 1 bekanntgab, da hätte der 29-jährige Engländer sich ein anderes Cockpit suchen können. Doch Button stellte sich einen Tag nach der Hiobsbotschaft vor die versammelte Truppe und versprach: "Ich bleibe euch treu."

Nur schlechtere Optionen

Bis zur Bekanntgabe, dass der Rennstall aus Brackley unter dem neuen Namen Brawn GP überlebt, musste Button zittern. "Sicher habe ich mir manchmal die Frage gestellt, ob ich mit meiner Entscheidung für das Team nicht ein zu großes Risiko eingegangen bin, doch ich war in alle Entwicklungspläne eingeweiht, und ich wusste, dass es ein gutes Auto würde, wenn das Team überlebt. Ich wollte dieses Auto fahren und kein anderes. Die Optionen wären alle schlechter gewesen."

Der Sieger des GP Ungarn 2006 hatte über den Winter genug Zeit die Konkurrenz zu beobachten. "Ich habe die Fotos der anderen Autos studiert und gesehen, dass sie alle einen anderen Weg gegangen sind als wir. Keiner hatte eine Idee, die ihm einen großen Vorteil verschafft hätte. Unser Konzept ist ein anderes, und ich bin überzeugt, dass wir richtig liegen."

Der Motor passt

Honda begann mit der Entwicklung des 2009er Autos früher als seine Gegner. Da das Team trotz des Rückzugs des japanischen Herstellers am Entwicklungsfahrplan festhielt, als wäre nichts geschehen, erntet es jetzt die Früchte des frühen Konstruktionsbeginns. "Wir mussten das Auto dann zwar außerplanmäßig für den Mercedes-Motor umbauen", erzählt Button, "doch der zusätzliche Aufwand wiegt nicht besonders schwer. Erstens passte der Motor gut ins Auto, und zweitens haben wir mit dem Mercedes V8 eines der besten Triebwerke im Feld, vielleicht sogar das beste."

Der erste Testtag im neuen Auto war eine Offenbarung: 82 Runden und die viertschnellste Zeit. "Ich habe mich auf Anhieb wohlgefühlt. Das Auto reagiert gut und logisch auf jede Änderung", strahlte Button, der sich vor drei Monaten schon mit dem Gedanken anfreunden musste, ein Formel 1-Rentner zu werden. "Unser größtes Handikap sind die fehlenden Testkilometer. Deshalb mache ich mir im Moment nur über eine Sache Sorgen, und das ist die Standfestigkeit."

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