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Formel 1: Buttons Erfolgsgeheimnis in Australien

Der Reifenflüsterer schleicht zum Sieg

Jenson Button Foto: xpb 49 Bilder

Jenson Button hat zum ersten Mal in dieser Saison von seiner reifenschonenden Fahrweise profitiert. Der Australien-Sieger behandelte seine Gummiwalzen wie rohe Eier. Keiner fuhr auf gebrauchten Reifen so schnell wie er. Das war der Schlüssel zum Sieg.

29.03.2010 Michael Schmidt

Die Liste der schnellsten Rennrunden erzählt die ganze Story des GP Australien. Jenson Button ist der schnellste der Fahrer, die auf einem Satz Trockenreifen das Rennen durchfuhren. Mit einer Zeit von 1.29,291 Minuten in Runde 52 lag er klar vor Felipe Massa (1.29,537 Min.), Robert Kubica (1.29,570 Min.) und Fernando Alonso (1.29,707 Min.), die mit der gleichen Taktik ins Rennen gegangen waren.

Dabei fuhr Button am Ende mit den ältesten Schlappen herum. Er war der erste, der in Runde sechs auf Slicks wechselte. Seine Sohlen hatten am Ende 52 Runden auf der Lauffläche. Doch Button ist bekannt für seinen sauberen Fahrstil. Man nennt ihn auch den Reifenflüsterer. "Gewinnen heißt nicht nur schnell sein", lächelte der Weltmeister. "Manchmal kommt es auch darauf an, wer am besten mit seinen Reifen haushält."

Früher Reifenwechsel bringt Button auf Rang 2

In der Regenphase lag Button auf Rang sechs. Als er sah, dass sich eine trockene Spur bildete bat er die Box um einen Wechsel von Intermediates auf Slicks. "Auf den Intermediates hatte ich keine Balance. Das Auto hat schrecklich übersteuert. Kaum war ich in der Boxengasse, bereute ich meine Entscheidung. Es war noch unheimlich nass dort." Prompt pflügte er in Kurve 6 durchs Kiesbett.

Ohne den Ausrutscher wäre der Engländer vor Sebastian Vettel geblieben, als dieser zwei Runden später Buttons Entscheidung kopierte. "Doch Vettel war für mich nicht zu schlagen", gab der Sieger von Melbourne zu. "Der Abstand schwankte zwar immer ein wenig, aber ich nehme an, Sebastian hat alles kontrolliert." Button sah ein, dass er an diesem Tag das Rennglück brauchte, um seinen Sieg vom Vorjahr zu wiederholen. "Die Umstände und Vettels Ausfall haben mir geholfen."

Button ohne Chance gegen Vettel

Eine Attacke auf Vettel war ohnehin tabu. Als Button einmal Dampf machte und acht Zehntel aufholte, ermahnte ihn die Box: "Du musst das Rennen auf diesen Reifen zu Ende fahren." Prompt körnten die Hinterreifen. "Da habe ich den Frontflügel ein bisschen flacher gestellt und bin im Schongang weitergefahren. Als Vettel draußen war, wusste ich dass ich das Rennen gewinnen konnte."

Vielleicht half ihm auch eine Entscheidung des Teams. Eine Fehlentscheidung, wie sich später herausstellte: McLaren holte Lewis Hamilton zum Reifenwechsel an die Box, nachdem er sich ein paar Runden lang an Robert Kubicas Renault festgebissen hatte. "Ich verstehe nicht, was McLaren da gemacht hat. Hamilton war mit Abstand der schnellste Mann im Feld", wunderte sich Kubica. "Wenn er es an mir vorbeigeschafft hätte, hätte er auch noch Button gekriegt."

Hamilton beklagt falsche Taktik

Hamilton hat sich intern und öffentlich über die Teamtaktik beschwert. Dort entschuldigte man sich damit, dass man ihn nach vielen vergeblichen Überholversuchen an Kubica aus dem Verkehr holen wollte. Für Button ist McLaren noch kein echter Siegkandidat. "Wir sind in der Qualifikation zu langsam. Auf eine Runde müssen wir uns noch steigern."

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