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Jenson Button

"Wir können Red Bull schlagen"

Jenson Button Foto: xpb 68 Bilder

Der WM-Titel gehört Sebastian Vettel. Doch die Weltmeisterschaft ist für Jenson Button noch nicht beendet. Die McLaren-Fahrer gehen jetzt auf Grand Prix-Siege los. Button merkt an, dass im Vergleich zu Red Bull nicht viel fehlt. "Die kriegen fast immer alles hin. Bei uns fehlt es meistens nur an einer Kleinigkeit."

22.09.2011 Michael Schmidt

Grand Prix-Siege sind für Jenson Button fast so schön wie der WM-Titel. "Der Titel ist eine Sache, die sich langsam über eine Saison aufbaut. Bei einem Sieg bekommst du die Emotionen direkt nach dem Rennen. Das ist eine viel authentischere Freude.“ Der WM-Dritte hat noch sechs Mal Gelegenheit, dieses Gefühl auszukosten. Jetzt, wo der Titel realistisch betrachtet an Sebastian Vettel vergeben ist, können sich die Verfolger des Red Bull-Piloten auf die einzelnen Rennen konzentrieren.

Button sieht McLaren auf Augenhöhe mit Red Bull. "Wenn bei uns alles zusammenpasst, gewinnen wir auch die Rennen. Leider hat es Red Bull in diesem Jahr öfter zustandegebracht als wir. Daran müssen wir arbeiten. Bei uns gehen zu oft Kleinigkeiten schief."

Zum Beispiel der Start in Monza. "Meine Kupplung war verölt. Es ist das erste Mal in diesem Jahr passiert. Prinzipiell sind unsere Starts so gut wie die von Red Bull. Nur Ferrari ist uns da einen Schritt voraus." Button mahnt an, dass man sich aber in Zukunft auch um solche Details kümmern muss, wenn man es mit dem Weltmeisterteam aufnehmen will. "Mit einem schlechten Start kannst du dir in einer Sekunde die ganze Arbeit vom Samstag kaputtmachen."

Button zieht positive Saisonbilanz

Insgesamt ist Button mit seiner Saison aber zufrieden. "Ich habe mit den Ingenieuren hart gearbeitet, das Auto so abzustimmen, dass es gut für mich passt. Im letzten Jahr ging das Auto vom Grundkonzept her in eine Richtung, die es mir schwierig machte, etwas daran zu ändern. Es hat viele Stunden im Simulator gebraucht, rauszufinden was ich vom Auto will und was wir dafür umbauen müssen."

In Singapur zählt für Button nur der Sieg. Die Rechnerei mit dem WM-Titel kann man sich sparen. Bei 117 Punkten Rückstand denkt nicht einmal der größte Träumer vom Titel. "Die Leute werden sich trotzdem weiter die Rennen anschauen", glaubt Button. "Ich kann mich an keine Saison erinnern, die so gute Rennen abgeliefert hat."

Singapur bietet auch ohne Zweikämpfe spektakuläre Bilder. Button glaubt nicht, dass das zweite Stadtrennen des Jahres eine Prozedur wird. Im Gegensatz zu Monte Carlo hat man auf den 5,073 Kilometern zwischen Riesenrad und Hafen eine faire Überholchance: "KERS wird uns dabei mehr helfen als DRS." Beides gab es im letzten Jahr nicht.

Button kritisiert Singapur-Länge

Button hätte aber gerne, dass der Grand Prix ein paar Runden kürzer wäre. "Er kann ja einfach früher anhalten und aussteigen", spottet Mercedes-Kollege Nico Rosberg. Singapur ist laut Button die härteste Prüfung für den Fahrer im ganzen Jahr. "Es dauert länger als Monte Carlo, ist dunkler und welliger. Unter den Umständen ist es schwierig, jede Kurve perfekt zu treffen." Die Wettervorhersage spricht erstmals von Regen. Button stöhnt: "Das ist die letzte Strecke, auf der ich mir Regen wünsche."

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