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Jenson Button ratlos

"Ich weiß nicht, wo wir stehen"

Jenson Button, McLaren, Formel 1-Test, Barcelona, 01. März 2013 Foto: xpb 22 Bilder

Für Jenson Button hat sich der Nebel noch nicht gelichtet. Der McLaren-Pilot weiß nicht, wo McLaren im Konkurrenzumfeld steht. Und er weiß auch noch nicht, was sein McLaren wirklich kann. Das ist der Preis eines neuen Konzepts. Es dauert, bis man es versteht.

01.03.2013 Michael Schmidt

Jenson Button geht ohne große Erwartungen in die neue Saison. "Ich kann nichts sagen, weil ich nichts weiß. Das Auto lässt sich gut fahren, es gibt nichts, was mir Angst macht, aber ich habe auch das Gefühl, dass da noch viel drin liegt."

Das größte Problem ist, dass die McLaren-Piloten aufgrund der extrem kalten Bedingungen immer noch nicht mit der Abstimmungsarbeit begonnen haben. Zu Beginn des Testwinters standen andere Aufgaben auf der Agenda. Da musste McLaren die Teile im Dauerbetrieb testen und die Reifen verstehen. Man konnte es sich nicht leisten, viel Zeit für aufwendige Setup-Änderungen zu verplempern. Jetzt, wo die Zeit gekommen ist, das zu tun, spielt das Wetter verrückt.

McLaren-Umbau kostet mehr Zeit

Bei modernen Autos dauern große Setupänderungen an der Aerodynamik und Mechanik manchmal eine Stunde und mehr. Die Mechaniker brauchen bei den auf engstem Raum verpackten Elementen die Fähigkeiten von Entfesselungskünstlern, um Einstellungen am Auto zu ändern.

"Uns trifft das härter als die Teams, die nur eine Evolution des Vorjahresautos an den Start bringen", erklärt Button. "Bei uns ist alles neu. Da müssen sich die Mechaniker erst einmal zurechtfinden. An einer bekannten Basis sind die Handgriffe eingespielt." Auch die Entwicklung kommt nur langsam in Fahrt. Weil man das neue Konzept erst einmal verstehen will, um es weiter zu entwickeln.

Melbourne als wichtigster Test

Die Testfahrten werden aufgrund der begrenzten Aussagekraft von Jerez und Barcelona auf die freien Trainingssitzungen in Melbourne ausgeweitet. Trotzdem erwartet Button keinen Ansturm in der ersten Sitzung: "Du hast am Morgen nur einen Reifensatz. Wenn der körnt, kannst du den Rest der Sitzung vergessen. Erst am Nachmittag, wenn mehr Gummi auf der Bahn ist, werden wir mehr fahren."

Bleibt dann noch Zeit, bis dahin unentdeckte Probleme zu lösen? "Ich glaube schon", antwortet Button. Der Mangel an verwertbaren Daten führt dazu, dass der Weltmeister von 2009 auch bei Teamkollege Sergio Perez ganz genau zuhört. "Sein Feedback ist wahrscheinlich wichtiger als meines. Weil er neu im Team ist und unvoreingenommen an bestimmte Dinge herangeht. Und weil er mit dem Sauber letztes Jahr ein Auto gefahren ist, das extrem gut mit den Reifen umging. Da können wir von Sergios Erfahrungen profitieren."

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