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Jenson Button: "So teuer bin ich nicht"

Jenson Button  Ross Brawn

Formel-1-Pilot Jenson Button will nach dem Gewinn des Weltmeistertitels seinen auslaufenden Vertrag beim Team Brawn GP verlängern. "Ich will bei Brawn bleiben. Wir haben nur noch nicht drüber gesprochen", sagte der Brite am Dienstag (20.10.).

Er werde die Verhandlungen mit seinem Rennstall über einen neuen Kontrakt in den kommenden Tagen aufnehmen, fügte der 29-Jährige hinzu. Button hatte nach dem Ausstieg von Honda bis kurz vor der Saison um sein Cockpit in der Königsklasse zittern müssen, ehe das Nachfolgeteam Brawn ihn übernahm. In Brasilien sicherte er sich am vergangenen Sonntag im vorletzten Saisonrennen den WM-Titel.

Kein Wechsel nur wegen des Geldes

"Ich will nicht zu einem anderen Team wechseln, nur weil sie mir vielleicht einen Haufen Geld bezahlen", versicherte Button. "Natürlich werde ich ein wenig Druck ausüben, aber so teuer bin ich nicht." Zuletzt wurde bekannt, dass Button das doppelte seines aktuellen Jahrerssalärs fordere. Allerdings hatte der neue Champion vor der Saison auch auf Teile seines Gehalts verzichtet, um das Überleben des Teams zu sichern.

Zuvor hatte bereits Teamchef Ross Brawn seine Bereitschaft für Vertragsgespräche signalisiert. "Wir haben die Möglichkeit dazu im Sommer versäumt. Jetzt werden wir uns mit den Fahrern in den nächsten Wochen zusammensetzen und die Dinge anpacken", sagte Brawn.

Kaum Alternativen für Button

Button hat auch nicht viele Alternativen, will er in der kommenden Saison in einem konkurrenzfähigen Auto sitzen. Bei McLaren-Mercedes wäre noch ein Platz frei, wenn Heikki Kovalainen aufs Abstellgleis geschoben wird. Allerdings hat die Sache zwei Haken: Mit Kimi Räikkönen gibt es schon einen aussichtsreichen Bewerber für das Cockpit und ob Mercedes zulässt, dass zwei Engländer in den Silberpfeilen sitzen, ist auch fraglich.

Auch Renault wäre noch eine Alternative, allerdings werden die Franzosen in der kommenden Saison nicht als WM-Kandidaten gehandelt. Ein neuer Brawn-Vertrag für Button gilt deshalb als wahrscheinlichste Lösung. Dagegen könnte sein 37-jähriger Teamkollege Rubens Barrichello im Tausch mit dem Wiesbadener Nico Rosberg zu Williams wechseln.

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Tobias Grüner/dpa

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