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Jenson Button

"Updatepaket ein großer Fortschritt"

McLaren MP4-27 2012 Testfahrten Foto: xpb 11 Bilder

Jenson Button legte am vorletzten Testtag in Barcelona nur 44 Runden zurück. Trotzdem zeigte sich der McLaren-Pilot in aufgeräumter Stimmung. Das große Facelift scheint ein Volltreffer zu sein. Vielleicht wäre noch mehr möglich gewesen, hätte ihn nicht ein Hydraulikproblem aufgehalten.

03.03.2012 Michael Schmidt

Für McLaren war das Update-Paket am Samstag (3.3.) in Barcelona ein großer Schritt. Die Ingenieure haben sich dabei von einem Konstruktionsprinzip verabschiedet, das man seit 2009 pflegt. Solche Eingriffe sind immer mit Risiken verbunden. Deshalb waren Ingenieure und Fahrer gespannt auf das Ergebnis der Generalüberholung.

Regen durchkreuzt McLarens Testplan

Jenson Buttons Daumen ging nach oben: "Das Upgrade war ein großer Fortschritt, besser als erwartet. Dabei konnten wir am Morgen wegen eines Hydraulikproblems nur eine begrenzte Rundenzahl fahren. Wir haben noch ein paar Daten gesammelt, um für den Nachmittag gerüstet zu sein. Nach mehreren Versuchsreihen mit unterschiedlichen Setups kam der Regen. Ich kann aber jetzt schon sagen, dass sich das Auto viel besser anfühlt als vorher."

So wenig Runden wie an diesem vorletzten Testtag in Barcelona ist McLaren in diesem Winter nie gefahren. Button schaffte gerade mal 44 Runden. Trotzdem reichte es mit 1:22.103 Min. zur zweitbesten Zeit. Nur neun Tausendstelsekunden hinter Sergio Perez im Sauber. Und der bekam von Button ein großes Lob: "Seine Runde auf den weichen Reifen war beeindruckend. Es sieht so aus, als wären da ein paar richtig gute Autos unterwegs."

Wo McLaren steht, war Button nicht zu entlocken. Der Körpersprache nach zu urteilen weit vorne. "Red Bull hat sicher ein sehr gutes Auto gebaut. Für mein Gefühl sind die immer mit viel Benzin unterwegs. Die zeigen nicht, was sie können. Wir konzentrieren uns auf unseren Job und zerbrechen uns nicht den Kopf, wie gut die anderen sein könnten. Ich gehe mit einem viel besseren Gefühl in diese Saison als in die letzte. Da ist uns in der Testphase dauernd der Auspuff gebrochen, und wenn er mal gehalten hat, waren wir langsam. Wir haben uns alle am Kopf gekratzt und gefragt, was um Himmels willen wir falsch gemacht haben."

McLaren-Update trifft ins Schwarze

Mit dem McLaren MP4-27 hat die Truppe um Paddy Lowe, Tim Goss und Neil Oatley offenbar alles richtig gemacht. Das neue Aero-Konzept vorne schafft neue Freiräume beim Ausbalancieren des Autos. "Schon die Standardversion war gut, aber mit diesem Eingriff haben wir dort Abtrieb hingebracht, wo er noch gefehlt hat." Button meint im Heck. Das spricht für unsere Analyse. Die neue Frontpartie verlagert den Anpressdruck mehr Richtung Heck. Und da war durch das Verbot des angeblasenen Diffusors massiv Abtrieb verloren gegangen.

Buttons Fazit: "Das Auto gibt uns, was wir von ihm erwarten. Ich hoffe, Lewis hat morgen einen problemfreien Tag und setzt die Arbeit fort, die ich heute nicht zu Ende bringen konnte. Was ihm passt, ist auch gut für mich. Wir verlangen vom Auto das gleiche." Man hört, dass in Melbourne der zweite Teil des Facelifts folgen soll. Möglicherweise der Frontflügel mit F-Schacht. Am ersten Tag mit dem umgebauten Auto blieb der Lufteinlass in der Nase noch zu.

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