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Jenson Button

"Wir müssen für Monza anders planen"

Jenson Button Foto: Brawn GP 56 Bilder

WM-Spitzenreiter Jenson Button ist in der Krise. In Spa erlebte er die erste Nullrunde in diesem Jahr. Aus den letzten fünf Grand Prix holte er elf Punkte. Die Gegner kommen näher. Button muss reagieren. In Monza soll alles anders werden.

03.09.2009

Jenson Button wird langsam nervös. Die Punktediät dauert ihm schon viel zu lange. Seit dem GP England ist Sand im Getriebe. Seitdem war die beste Platzierung ein fünfter Rang am Nürburgring. In Valencia wäre mehr drin gewesen, hätte der Engländer beim Start nicht vier Positionen verschenkt. Button gab danach Sebastian Vettel die Schuld.

Die Verfolger sind Button auf den Fersen
 
In Spa dauerte sein Rennen nur zwei Kilometer. Dann räumte ihn Formel 1-Neuling Romain Grosjean ab. Damit kam der Brawn GP-Pilot zum ersten Mal in dieser Saison nicht ins Ziel. Jetzt spürt er den heißen Atem seiner Verfolger Rubens Barrichello, Sebastian Vettel und Mark Webber. Der Vorsprung beträgt zwar trotz der Button-Flaute noch 16 Zähler, doch die Verfolger sind sich sicher: "Wir holen Jenson noch ein." Selbst Mark Webber, der mit 20,5 Zählern Rückstand am schlechtesten platzierte Titelaspirant, sagt: "Button ist noch lange nicht über den Berg."
 
Jenson Button sieht es genauso. "Die 16 Punkte Vorsprung sind kein Ruhekissen." Als er Spa mit seinem Vater John verließ, da versuchte der sechsfache Saisonsieger das Positive in der Negativserie zu sehen: "Mein Vorsprung auf Barrichello ist nur um zwei Punkte geschrumpft. Es hätte schlimmer kommen können." Der Teamkollege ist nach Ansicht von Button der Mann, auf den er aufpassen muss: "Rubens ist mein Hauptrivale. Red Bull war in Spa nicht so stark, wie ich es aufgrund der Streckencharakteristik erwartet habe. Sie hätten dieses Rennen gewinnen müssen. Von den kommenden Strecken sollte der Großteil eher unserem Auto gelegen kommen als dem Red Bull."
 
Der 14. Startplatz hat ihm das Rennen ruiniert
 
Button betet um warmes Wetter. Dann ist die Reifensituation nicht so heikel wie in Spa. Die hat sich zwar gebessert, seit Brawn GP zurück zu den alten Fahrwerksabstimmungen gegangen ist, doch bei kühleren Temperaturen muss bei Brawn GP alles passen, damit sie sich in den vorderen Startreihen qualifizieren. Spa war so ein Fall. Und da setzt Buttons Kritik an. "Wir müssen für Monza anders planen." Der Engländer hat nach dem GP Belgien lange mit seinen Ingenieuren analysiert, was im Training schief gelaufen ist. Es war der 14. Startplatz, der ihm das Rennen ruiniert hat. Im hinteren Feld ist die Chance, in eine Kollision verwickelt zu werden, ungleich größer als in den ersten Startreihen. Und wenn Barrichello auf den vierten Startplatz fährt, darf es für Button keine Ausreden geben. "Ich habe die falschen Reifen für die Qualifikation gewählt, und es hat etwas in unserem Trainingsablauf nicht gestimmt.“
 
Der WM-Spitzenreiter will damit sagen, dass es ein Fehler war, sich drei Trainingssitzungen lang auf die Rennabstimmung zu konzentrieren. "Der Rennspeed wäre gut gewesen, doch was hilft mir das, wenn ich nicht mal eine Runde weit komme?" Hätte Button am Samstag morgen nur einen Lauf mit weniger Benzin an Bord probiert, dann wäre ihm aufgefallen, dass die harten Reifen für seinen Fahrstil besser gewesen wären. Der Reifentyp "medium" bietet aufgrund seiner Gummimischung mehr Seitenhalt. Die Lauffläche ist stabiler. "Mit den weichen Reifen fühlte sich das Heck instabil an. Das mag ich nicht", kommentierte Button.
 
Button: Nicht auf den WM-Stand schauen - auf das Auto konzentrieren
 
Die BMW-Piloten haben den Trick frühzeitig erkannt. Robert Kubica und Nick Heidfeld verzichteten freiwillig auf den besseren Grip der weichen Mischung, weil ihnen der stabilere Reifen in den schnellen Kurven mehr Vertrauen gab. Unter dem Strich waren sie schneller. Button ist zur Zeit selbst sein bester Psychologe. Nur nicht auf den WM-Stand schauen, redet sich der 29-jährige Engländer ein: "Ich muss mich jetzt darauf konzentrieren, die Gründe herausfinden, warum ich plötzlich nicht mehr den optimalen Speed aus dem Auto heraushole."
 
Barrichello kann es ja auch. "Wir waren die ganze Saison immer eng zusammen. Es hat sich nichts am Auto geändert, das Rubens plötzlich favorisiert oder seinem Fahrstil entgegen kommt." In Spa war Button ganz froh, dass Ferrari und Force India dem direkten WM-Gegner Punkte abgenommen haben. "In Monza wird McLaren-Mercedes wieder dazukommen", glaubt Button, warnt aber: "Ich darf mich nicht darauf verlassen, dass die mir Schützenhilfe geben. Wenn sie hinter Rubens oder den Red Bull liegen, aber vor mir, dann nehmen sie mir richtig Punkte weg. Deshalb muss ich jetzt wieder aus eigener Kraft meine Spitzenposition verteidigen."

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