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Formel 1: Wetterchaos in Jerez

Kilometerdiät vor dem Saisonstart

Jerez F1-Test Tag 3 Foto: xpb 37 Bilder

Aufatmen in Jerez. Nach zwei Regentagen in Folge beginnt die andalusische Strecke am Freitag (19.2.) abzutrocknen. Bislang fielen vier von sechs Testtagen in Jerez dem Regen zum Opfer. Nicht alle Fahrer traf es gleich. Zu den Regenopfern zählen Nico Rosberg, Sebastian Vettel und Vitaly Petrov.

19.02.2010 Michael Schmidt

Eigentlich ist Regen in Andalusien eine Seltenheit. Das sieht man schon daran, dass sich auf dem steinharten Untergrund in der Gegend nach einem Regentag riesige Seen bilden. Das Wasser versickert nur langsam im Boden. Doch in diesem Jahr zeigte sich Jerez von seiner schlechtesten Seite. Von bislang sechs Testtagen fielen vier dem Regen zum Opfer. "An einem solchen Tag kannst du das Auto nur auf Standfestigkeit testen. Die Rundenzeiten sagen gar nichts aus", klagt Mark Webber.

F1 Tests 2010: Mehr Programm, weniger Zeit

Bei insgesamt nur 15 Testtagen ist das für die Teams fatal. Ihr Testprogramm ist größer als je zuvor. Nicht nur die Autos und die Reifen sind neu. Neben der üblichen Vorbereitungen müssen sie auch noch Erkenntnisse darüber gewinnen, wie sich das Auto mit den extrem unterschiedlichen Spritladungen verhält, wie die einzelnen Reifentypen auf das hohe Startgewicht reagieren und wie man für die Abstimmung den besten Kompromiss zwischen vollen, halbvollen und fast leeren Tanks findet. Das geht nicht im Handumdrehen.

Dazu müssen ganze Renndistanzen abgespult werden, und die kosten Zeit. Zeit, die man nicht hat. Jeder Regentag ist eine Unbekannte mehr für den Saisonstart in Bahrain. Ganz besonders trifft es die Teams, deren neue Autos beim Teststart in Valencia noch nicht einsatzbereit waren. Also Red Bull , Force India, VirginF1 und Lotus. Sie haben erst zwei trockene Testtage gesehen.

Wetterglück nicht gleich verteilt

Auch die Fahrer leiden unter dem schlechten Wetter. Sie würden gerne ihre neuen Autos kennenlernen. Doch das Wetterglück ist nicht gleich verteilt. Der interne Testplan hat einigen Piloten schlechte Karten in die Hände gespielt. Nico Rosberg erwischte in der ersten Jerez-Testwoche die beiden nassen Tage, und auch seine zweite Testwoche begann mit einem Regentag.

Jetzt muss er beten, dass es am Samstag (17.2.) trockenbleibt. Sonst hätte er in Jerez nur ein paar wenige Runden auf trockener Piste abgespult. "Wir konnten nur ein paar Systemchecks durchführen", klagte Rosberg, "ansonsten ist die Situation frustrierend, weil du auf nasser Piste nie so viel lernst wie auf trockener Fahrbahn." Böswillige Zungen behaupten: "Noch ein Indiz, dass Michael Schumacher die Nummer eins im Team ist. Sogar das Wetter steht auf seiner Seite."

Vitaly Petrov sieht nur Regen

Sebastian Vettel hatte wenigstens einen Tag unter normalen Bedingungen. An Testtag vier von acht konnte der Red Bull-Pilot 90 Runden im Trockenen abspulen. Der Rest war eher Motorbootfahren. "Es sieht so aus, als hätte Spanien etwas gegen uns", versuchte sich der Vize-Weltmeister in Galgenhumor.

Noch schlimmer traf es Formel 1-Neuling Vitaly Petrov. Der Russe braucht jeden Kilometer. Doch er suchte sich exakt die vier Regentage raus, während Teamkollege Robert Kubica das Wetterglück auf seiner Seite hatte. "Am dritten Tag in Jerez hatte ich exakt eine Stunde auf trockener Fahrbahn. Dann ging es los mit dem Regen", fasst Petrov sein Pech zusammen.

Timo Glock: Materialschaden behindert Trockentest

Ähnlich erging es Timo Glock. An seinem einzigen trockenen Testtag zerfledderte es nach neun Runden den Frontflügel seines VirginF1. Danach war Glock zum Zuschauen verurteilt. Für Teamkollege Lucas di Grassi scheint dagegen drei Mal die Sonne, wenn es am Freitag und Samstag in Jerez trockenbleibt, so wie es der Wetterbericht ankündigt.

Auch bei Ferrari, McLaren und Sauber ist Fortuna nicht gleich verteilt. Felipe Massa, Lewis Hamilton und Pedro de la Rosa hatten drei Regen- und einen Trockentag. Fernando Alonso, Jenson Button und Kamui Kobayashi ging es besser. Den Teams und den Wetteropfern bleibt jetzt noch eine Hoffnung: Dass Petrus beim abschließenden Test in Barcelona (25.2 bis 28.2.) ein Einsehen hat. Sonst könnte es in Bahrain zu einer Überraschung kommen. Schon jetzt steht fest: Noch nie sind die Teams mit so wenig Testkilometern zum ersten Rennen gereist.

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