McLaren will vorher in der Fabrik noch einmal alle möglichen Fehlerszenarios durchspielen. Wenn alles nach Plan verläuft wird ein modifizierter MP4-23 mit Batterien, Elektromotor und Regelelektronik ausgerüstet. Für die Premiere des McLaren-Systems ist Testfahrer Gary Paffett vorgesehen. An den nächsten beiden Tagen kommt Pedro de la Rosa zum Einsatz.
McLaren-Direktor Martin Whitmarsh verrät: "Wir werden den Test in Phasen unterteilen. Erst fahren wir mit abgeschaltetem System, dann versuchen wir die Speichereinheit zu laden, und zum Schluss werden wir den Elektromotor zuschalten." Es handelt sich dabei um einen Vorläufer des Hybridantriebes, der im 2009er McLaren zum Einsatz kommt. "Der Prototyp ist noch zu schwer. Die zweite Version wird noch um einiges abspecken."
BMW an zwei Fronten im Einsatz
Parallel zum Freitagstraining (12.9.) in Monza unternimmt BMW in Miramas mit Christian Klien einen letzten Funktionstest. Wenn der gut geht, wird der Österreicher kommende Woche einen zweiten Anlauf unternehmen, mit KERS zu fahren. Der erste Test war abgebrochen worden, nachdem ein Mechaniker einen Stromschlag erlitten hatte.
Honda will seinen Hybridantrieb zwei Tage testen. Als Fahrer sind Alexander Wurz und Anthony Davidson vorgesehen. Honda hatte bereits im Mai in Silverstone Funktionstests abgespult.
Williams geht eigenen Weg
Williams will in Jerez gleich vier Tage mit KERS fahren. Der englische Rennstall setzt dabei seine spektakuläre Schwungradlösung ein. Dabei wird die Energie nicht in einer Batterie, sondern in Form von kinetischer Energie gespeichert. Das Schwungrad rotiert in einem Vakuum mit 100.000 Umdrehungen pro Minute.
Williams hat in Jerez sogar einen Extratag gebucht und opfert dafür einen der vier Tage, die für junge Fahrer vorgesehen sind. Somit hat der spanische Formel 3-Pilot Dani Clos die Ehre, mit dem Williams-System die ersten Kilometer abzuspulen. Danach sollen Kazuki Nakajima zwei Tage und Nico Rosberg einen Tag im Cockpit sitzen.





