Nächstes Rennen: 18. März 2012
GP Australien

Jerez-Test: Hamilton unbeeindruckt

McLaren Pilot Lewis Hamilton hat sich am Dienstag (12.2.) unbeeindruckt von der Rassismus-Diskussion gezeigt. Am ersten Tag der Testsession in Jerez fuhr der 23 Jahre alte Vizeweltmeister die Bestzeit.

Der Brite benötigte 1:19,102 Minuten für den 4,428 Kilometer langen Kurs. Silberpfeil-Ersatzfahrer Pedro de la Rosa aus Spanien war Zweitschnellster. Nick Heidfeld im BMW-Sauber war als Sechster bester Deutscher vor Nico Rosberg, der im Williams-Toyota Achter wurde. Sebastian Vettel fuhr im Toro Rosso auf Platz neun. Renault-Rückkehrer Fernando Alonso aus Spanien pausierte.

Fans im Blick

Neben den Auftritten der Piloten rund einen Monat vor dem Saisonstart mit dem Großen Preis von Australien am 16. März in Melbourne gehört in diesen Tagen das Augenmerk in Jerez aber auch dem Verhalten der Fans. Man werde genau hinsehen, "wie sich die Situation entwickelt", sagte Haug der "Bild"-Zeitung. Das gilt auch für den Internationalen Automobilverband FIA, in dessen Statuten in Artikel 1 jegliche politische, religiöse oder rassistische Diskriminierung untersagt wird.

FIA-Chef Mosley kündigte am Wochenende bereits Strafen bis zur Streichung der beiden Rennen in Spanien am 27. April in Barcelona und am 24. August in Valencia an, sollten sich die Vorfälle wiederholen. "Wir werden alles tun, was wir können, um dies auszumerzen", sagte er. Auf dem Kurs in Katalonien war es zu Pöbeleien und rassistischen Parolen von Zuschauern gegen Hamilton gekommen, der in der vergangenen Saison den zweimaligen Weltmeister aus Spanien, Fernando Alonso, im eigenen Team sportlich geschlagen hatte.

In Jerez eröffnete Hamilton den silbernen Testreigen am Dienstag zusammen mit Ersatzfahrer Pedro de la Rosa. Der Spanier nahm seine Landsleute in die Pflicht. "Das Wichtigste ist, dass sie bei den nächsten Tests demonstrieren, dass sie alle Fahrer mit Respekt behandeln, wie es davor ja auch immer der Fall war", sagte er in einem Interview mit der Sportzeitung "AS". Die spanischen Fans seien gut erzogen und friedlich. 

Keine speziellen Vorkehrungen

Dennoch hatte eine Minderheit in Barcelona für Missstimmung bis in die höchsten Etagen des spanischen ebenso wie des internationalen Verbandes gesorgt. Die FIA forderte sogar einen umfassenden Bericht an und Erklärungen, wie solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden sind.

In Jerez vertrauen sie auf die Einsicht der Anhänger und die Erfahrungen der vergangenen Jahre. "Wir haben keine speziellen Maßnahmen vorgesehen, da uns weder die FIA noch McLaren danach gefragt haben", sagte ein Streckensprecher der dpa. In den vergangenen 20 Jahren sei es auf dem Kurs in Andalusien nicht zu solchen Vorfällen gekommen wie in Barcelona. Außerdem sei auch Hamilton schon zigmal in Jerez gewesen und habe wie verrückt Autogramme schreiben müssen."Sollte aber ein Banner mit einer beleidigenden Aufschrift auftauchen, würden wir es entfernen", kündigte der Sprecher an. "Das darf es im Sport nicht geben."

Zeitentabelle Test Jerez (12.1.):

1. Lewis Hamilton - McLaren - 1:19.102 - 89 Runden
2. Pedro de la Rosa - McLaren - 1:19.287 - 88 Runden
3. Robert Kubica - BMW Sauber - 1:19.539 - 91 Runden
4. Kazuki Nakajima - Williams - 1:19.601 - 93 Runden
5. Nelson Piquet - Renault - 1:19.660 - 120 Runden
6. Nick Heidfeld - BMW Sauber - 1:19.958 - 94 Runden
7. Mark Webber - Red Bull - 1:20.013 - 113 Runden
8. Nico Rosberg - Williams - 1:20.029 - 125 Runden
9. Sebastian Vettel - Toro Rosso - 1:20.105 - 53 Runden
10. David Coulthard - Red Bull - 1:20.176 - 111 Runden
11. Sebastien Bourdais - Toro Rosso - 1.20.418 - 82 Runden
12. Rubens Barrichello - Honda - 1:21.133 - 71 Runden
13. Lucas Di Grassi - Renault - 1:21.200 - 92 Runden
14. Takuma Sato - Super Aguri - 1:21.400 - 90 Runden
15. Tonio Luizzi - Force India - 1:21.553 - 103 Runden
16. Alex Wurz - Honda - 1:21.950 - 86 Runden

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dpa

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