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Jerez-Tests

Die Woche der Neulinge

Foto: dpa

Die Formel 1-Fans richteten ihr Augenmerk in der letzten Formel 1-Testwoche vor dem Jahreswechsel vor allem auf die neuen Gesichter. McLaren-Debütant Lewis Hamilton setzte die letzte Bestzeit vor Weihnachten, die Rookies Sébastien Bourdais und Marco Andretti schlugen sich wacker.

18.12.2006

Zum ersten Mal setzte sich Fernando Alonso in den McLaren-Mercedes und zog gleich einmal den Kürzeren gegen seinen neuen Teamkollegen. Der Weltmeister hatte doch noch die Freigabe seines bisherigen Arbeitgebers Renault erhalten und musste sich im silbernen Renner erst eingewöhnen. Lewis Hamilton setzte die Tagesbestzeit in 1:19,493 Minuten, ließ den drittplatzierten Alonso um zweieinhalb Zehntel hinter sich und lässt England wieder von einem Formel 1-Weltmeister träumen.

Am ersten Testtag der Abschlusswoche (13.12.) meldete sich mit Heikki Kovalainen ein weiterer Debütant zu Wort. Der Finne, der als Alonso-Nachfolger bei Renault vorgesehen ist, sorgte mit einer Bestzeit für das erste Lebenszeichen des Renault-Teams nach Saisonschluss.

Drei Tage genoss auch Champcar-Meister Sébastien Bourdais den Formel 1-Fahrtwind. Sein neuer Manager Nicolas Todt (Sohn des Ferrari-Chefs) hatte den Test bei Toro Rosso eingefädelt.

Einen Tag brauchte Bourdais zur Eingewöhnung, am zweiten war er genauso schnell wie Stammfahrer Vitantonio Liuzzi und schneller als Scott Speed. Den US-Boy hängte Bourdais auch am dritten Tag ab, denn Speed hatte schon nach 14 Runden einen heftigen Unfall, während Liuzzi die Hackordnung mit seiner Zeit von 1:20,191 Minuten (1,1 Sekunden schneller als Bourdais) wieder gerade rückte. Zwar ist eine Formel 1-Zukunft für Bourdais zumindest 2007 nicht vorgesehen, aber die Zukunft der Stammfahrer ist weiter ungewiss. Die Toro Rosso-Besitzer Dietrich Mateschitz und Gerhard Berger zögern weiter mit der Vertragsverlängerung. 

Am finalen Freitag (14.12.) durfte sich auch Marco Andretti im Formel 1 versuchen. Der Sohn von Michael und Enkel von Mario Andretti absolvierte 67 Runden in einem Honda. Der erst 19-Jährige zog sich mit seiner Zeit von 1:21,888 Minuten achtbar und fehlerlos aus der Affäre. Auf die Bestzeit von Hamilton fehlten Andretti 2,4 Sekunden, auf Honda-Tester Christian Klien zwei Sekunden.

"Ich hätte nirgendwo mehr Spaß haben können", sagte ein überschwänglicher Andretti. "Es ist eine Schnade, dass ich nur diesen einen Tag hatte." "Es sah so aus, als ob sich Marco vom ersten Augenblick an zurechtgefunden hat", sagte Honda Sport-Direktor Gil de Ferran erfeut.

Opa Marion sähe den beim 500 Meilenrennen von Indianapolis nur knapp auf Platz zwei verwiesenen Enkel gerne längerfristig in der Formel 1. Der letzten Titel ging 1978 in die USA. Der Weltmeister hieß Mario Andretti.

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