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Jerome D'Ambrosio

Ex-Virgin-Pilot wird dritter Lotus-Fahrer

Jerome D'Ambrosio Foto: Renault 29 Bilder

Das neuformierte Lotus F1-Team hat den Belgier Jerome D'Ambrosio als dritten Fahrer nominiert. Der ehemalige Virgin-Pilot wird damit Ersatzmann für Kimi Räikkönen und Romain Grosjean. Zum Fahren wird er aber wohl so schnell nicht kommen.

24.01.2012 Tobias Grüner

Dass Jerome D'Ambrosio 2012 bei Lotus unterkommen würde, war am Ende keine große Überraschung mehr. Der 26-jährige Belgier hatte in der Vorsaison im Teamduell mit Timo Glock einen guten Eindruck hinterlassen. Als Pilot aus dem Gravity-Fahrerpool gab es kaum eine andere Möglichkeit als das Team in Schwarz und Gold. Gravity ist schließlich eine Tochter von Lotus-Sponsor und Miteigentümer Genii.

Zum Testen wird D'Ambrosio bei seinem neuen Team wohl nicht kommen. Kimi Räikkönen und Romain Grosjean brauchen selbst jeden Kilometer, um Erfahrung zu sammeln. Einen Einsatz bekommt der neue dritte Fahrer nur, wenn eine der Stammkräfte nicht einsatzbereit ist oder nach Ansicht des Teams zu langsam ist.

D'Ambrosio kehrt zu altem Team zurück

"Einen dritten Fahrer zu haben, der hochmotiviert, frisch und talentiert ist und die komplette Saison 2011 absolviert hat, ist uns von großem Nutzen", erklärte Lotus-Teamchef Eric Boullier. "Mit Jerome haben wir jemanden, den wir gut kennen und der sich gut in das Team integriert."

Schon 2012 war D'Ambrosio als Reservepilot im Team, das damals noch Renault hieß. "Schon damals hat er uns beeindruckt. Auch beim Young Drivers Test am Ende des Jahres lieferte eine starke Leistung ab, genau wie in seiner Rookie-Saison bei Virgin", so Boullier.

Lotus als Sprungbrett ins Stammcockpit

D'Ambrosio selbst äußerte sich ebenfalls zufrieden, dass er weiter ein Teil des Formel 1-Zirkus bleiben wird. "Das ist ein aufregender nächster Schritt in meiner Karriere", erklärte der Mann aus Etterbeek. "Ich habe eine Saison in der Formel 1 als Rennfahrer für ein kleineres Team bestritten, wo ich viel gelernt habe. Jetzt habe ich die Möglichkeit, mit einem der Top-Teams zu arbeiten - mit viel Potenzial für meine zukünftige Entwicklung."

Noch eine Saison bei einem Hinterbänkler-Team wollte sich der Belgier offenbar nicht antun. Über kurz oder lang will D'Ambrosio aber wieder zurück ins Renncockpit: "Natürlich würde ich gerne Rennen fahren, aber wenn dann mit einem Top-Team. Die Verbindung zu Lotus sollte mir mehr nutzen und deshalb habe ich diese Wahl getroffen. Diese Gelegenheit musste ich einfach nutzen. Der Wunsch zurück ins Renncockpit zu kommen motiviert mich, die bestmögliche Arbeit in meinem neuen Job abzuliefern."

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