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Jules Bianchi weiter im Koma

"Das Leiden findet kein Ende"

Jules Bianchi - F1 - 2014 Foto: Wilhelm 51 Bilder

Jules Bianchi liegt weiter im Krankenhaus in Nizza im Koma. Vater Philippe hat sich nun in der lokalen Tageszeitung Nice Matin zum aktuellen Zustand des Patienten geäußert. Familie und Fans müssen Geduld beweisen. Es gibt nur kleine Anzeichen für Hoffnung.

12.04.2015 Tobias Grüner

Gut ein halbes Jahr nach seinem schweren Unfall beim GP Japan (5.10.2014) fiebert die Formel 1-Welt weiter mit Jules Bianchi. Fahrer und Fans erinnern immer wieder mit Plakaten, Aufklebern und kleinen Nachrichten in sozialen Netzwerken an das Schicksal des ehemailigen Marussia-Piloten, der seit seinem Crash noch immer nicht aufgewacht ist.

Bianchi liegt stabil im Koma

Nach der ersten Behandlung seiner schweren Kopfverletzungen liegt Bianchi nun im Krankenhaus seiner Heimatstadt Nizza. "Er ist immer noch am Kämpfen - wie er es schon immer gemacht hat", erklärte Vater Philippe nun in einem emotionalen Interview mit der lokalen Tageszeitung Nice Matin. "Jeden Tag absolviert Jules einen Marathon."

Aus medizinischer Sicht gebe es leider noch nicht viel Neues zu berichten: "Sein Zustand ist weiter stabil. Es gibt keine körperlichen Probleme. Alle Organe arbeiten normal, ohne Unterstützung. Aber momentan ist er weiter bewusstlos im Koma."

Handbewegungen machen Hoffnung

Philippe Bianchi will sich aber nicht beklagen. Die ersten Diagnosen nach dem Unfall in Japan seien deutlich schlechter gewesen. Die Ärzte vor Ort hätten von irreparablen Schäden gesprochen. "Uns wurde gesagt, es dauere ein Jahr, bis er transportfähig ist. Dann ging es doch schon nach 7 Wochen, weil er schnell wieder angefangen hat, selbstständig zu atmen."

Die Fans des Piloten müssen aber weiter Geduld beweisen. Vater Philippe weiß, dass es ein langer Prozess ist. Die Ärzte haben der Familie geraten, Jules regelmäßig zu besuchen und an seiner Seite zu stehen. "An seinem Krankenbett sehen wir von Zeit zu Zeit, dass etwas passiert. Manchmal ist er "aktiver" und bewegt sich mehr. Seine Hand schließt sich um unsere. Aber sind es nur Reflexe oder echte Reaktionen? Das ist schwer zu sagen."

Langes Leiden schlimmer als schneller Tod

In einem kurzen Augenblick sei für Philippe Bianchi am 5. Oktober 2014 eine ganze Welt zusammengebrochen. Vor allem die unbeantworteten Fragen zehren an den Nerven der Familie: "Wird er es überstehen? Wenn ja, wird er behindert sein oder wieder normal leben? Ich kann nur sagen, dass einen so ein Unfall schwerer trifft als ein schneller Tod. Das Leiden findet kein Ende. Es ist eine tägliche Qual."

Die vielen Briefe und Solidaritätsbekundungen der Fans geben der Familie Kraft und Energie. Sie seien Motivation, weiter zu kämpfen. "Ich möchte allen danken und ihnen sagen, dass wir sofort berichten werden, wenn es etwas Neues gibt – egal ob es gute oder schlechte Nachrichten sind."

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