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Kampf gegen Schumi

Force India lässt sich einlullen

Adrian Sutil Foto: xpb 69 Bilder

Force India ist in Abu Dhabi schnell unterwegs. Im Qualifying reichte es immerhin zu den Plätzen neun und zehn. Adrian Sutil hätte sogar Michael Schumacher schlagen können, doch im Q3 ließ man sich von Mercedes einlullen.

12.11.2011 Tobias Grüner

Je länger die Saison dauert, desto besser kommt Force India in Schwung. In Abu Dhabi erreichten beide Piloten locker das Top Ten-Finale. Paul di Resta und Adrian Sutil lieferten sich Sektor für Sektor ein spannendes Duell im Hundertstel-Bereich. Dabei lag der Deutsche stets eine Nasenspitze vorne.

Sutil ärgert sich über kalte Reifen

Da Sutil in den ersten beiden Abschnitten auch Michael Schumacher stets hinter sich hielt, verzichtete der Bayer in der letzten K.O.-Runde auf das übliche Reifensparen und wagte einen letzten Angriff. Doch dieses Mal behielt Schumi die Oberhand. Ein Zehntel trennte die beiden Landsmänner.

"Mit meiner Zeit aus dem Q2 hätte ich ihn gepackt", ärgerte sich Sutil anschließend. Die Erklärung für den verpassten Platz in der vierten Startreihe ist einfach. "Wir haben immer mehr Probleme beim Aufwärmen der Reifen bekommen", erklärt Sutil. "Bei den abfallenden Asphalttemperaturen hätten wir idealerweise drei Warmup-Runden gebraucht."

Sutil hat zuviel Sprit dabei

Doch im Q3 zögerte das Team plötzlich. Man wartete lieber, ob Mercedes auf die Strecke geht, um dann einen Satz Reifen zu sparen. Als die Silberpfeile in der Box verharrten, entschied man sich im Force India-Lager, einen Run mit zwei fliegenden Runden zu drehen.

"Am Ende habe ich nur eine gezeitete Runde reinbekommen", schimpfte Sutil. "Dabei hatte ich Sprit für zwei dabei gehabt." Mit 2,7 Kilo ist der Spritverbrauch pro Runde in Abu Dhabi relativ hoch. Eine Zehntel ging dabei mindestens verloren. Das hätte im Duell gegen Schumi gereicht.

Kampf um WM-Platz neun

Auch Teamkollege Di Resta ging am Ende noch einmal auf die Bahn. Der Schotte probierte sein Glück auf gebrauchten Reifen, brach den Run aber vorzeitig ab. Der Rookie hat damit den Vorteil, am Start einen ganz neuen Satz weicher Reifen aufzuschnallen, den Sutil nicht mehr besitzt. Einen Nachteil sieht der Deutsche aber nicht: "Ich stehe auf der besseren Seite. Und da die Reifen hier ewig halten, ist das auch nicht so schlimm, dass sie angefahren sind."

Für Sutil geht es am Sonntag nicht nur gegen den eigenen Teamkollegen sondern auch gegen das Renault-Duo. Noch immer liegt Nick Heidfeld in der WM-Wertung auf Rang zehn vier Punkte vor dem Force India-Piloten. Der zweite Renault von Vitaly Petrov ist sechs Punkte entfernt. "Platz neun ist das Ziel. Das packe ich noch", sagt Sutil voller Zuversicht. Dafür müsste er aber mindestens zwei Mal auf Rang acht ins Ziel kommen.

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