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Kamui Kobayashi

Der wahnsinnige Toyota-Debütant

Kamui Kobayashi Foto: Toyota 61 Bilder

Weltmeister Jenson Button bezeichnete ihn nach seinem Duell als wahnsinnig. Von den Formel 1-Experten bekam Toyota-Debütant Kamui Kobayashi dagegen überwiegend Lob. Der Pilot selbst war zufrieden, obwohl es noch viel zu lernen gibt.

20.10.2009 Tobias Grüner

Es war das Duell des Tages in Sao Paulo: Kamui Kobayahi gegen Jenson Button. Debütant gegen Weltmeister. Am Ende konnte der Routinier von Brawn die Oberhand gewinnen, aber Kobayashi lieferte dem alten Hasen mehr Gegenwehr, als man ihm wohl zugetraut hat. Button beklagte sich anschließend zwar darüber, dass der Japaner beim Anbremsen ein paar mal zu oft die Linie gewechselt habe, die F1-Experten waren dennoch beeindruckt.

"Ich habe wirklich hart gekämpft, um ihn hinter mir zu halten", erklärte der Neuling mit ein paar Tagen Abstand. "Ich lag unter den ersten sechs und wusste, dass ich die Chance auf Punkte habe. Es war allerdings nicht leicht. Er war sehr schnell und ich fuhr das erste Mal bei warmen Temperaturen auf der Strecke."

Duell mit Button hat Spaß gemacht

Kobayashi war bewusst, dass es für seinen Kontrahenten um die Meisterschaft ging. Deshalb sei er vorsichtig vorgegangen, um keine Probleme zu verursachen. Einfach nachgeben wollte er allerdings auch nicht. "Ich denke es war aufregend für die Fans und mir hat es auch Spaß gemacht."

Am Ende verpasste Kobayashi auf Rang neun nur knapp die Punkte. Trotzdem war der Japaner nicht unzufrieden. "Alles war neu für mich. Deshalb ist es ein gutes Ergebnis, das Rennen in den Top Ten beendet zu haben. Allerdings lag ich nach der ersten Runde auf Platz sechs und besaß gute Chancen auf Punkte. Deshalb bin ich irgendwo auch enttäuscht, dass ich das nicht erreichen konnte."

Kobayashi im Training vor Alonso, Vettel und Hamilton

Dabei musste der Pilot mit einigen Handicaps fahren. Zum einen kannte Kobayashi die Strecke in Sao Paulo nur von Videospielen. Dann goss es im dritten freien Training und im Qualifying wie aus Kübeln. Trotzdem stellte der in Paris lebende Japaner seinen Toyota auf Startplatz elf. "Das war wirklich ein gutes Resulatat in meinem ersten Formel 1-Qualifying", berichtet der 23-Jährige. Allerdings gab es sogar die Chance, in die letzte K.O.-Runde vorzudringen. "Ich war etwas frustriert, dass ich die Top Ten verpasst habe, weil ich im Q2 auf den Intermediates einen kleinen Fehler gemacht habe."

In der Startaufstellung war der Ärger dann schnell verflogen. "Es war ein tolles Gefühl, weil ich da schon hin wollte, seit ich ein kleiner Junge war. Es war sicher eine kleine Überraschung direkt neben Fernando Alonso und vor dem WM-Spitzenreiter zu stehen, aber auf jeden Fall auch ein gutes Gefühl." Und wann sehen wir den Ersatz des verletzten Timo Glock wieder auf der F1-Rennstrecke? "Es wäre toll, wieder zu fahren. Aber das entscheide nicht ich. Wir werden sehen, was passiert. Ich bin bereit für jede Gelegenheit."

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