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Kamui Kobayashi

Erster ist besser als Letzter

Formel 1-Test, Barcelona, 24.2.2012, Kamui Kobayashi, Sauber Foto: Sauber 27 Bilder

Kamui Kobayashi wollte die Bestzeit der Barcelona-Woche nicht überbewerten. Der Japaner weiß, dass die Wahrheit erst in Melbourne aufgedeckt wird. Zufriedener machten ihn die Fortschritte in puncto Zuverlässigkeit.

24.02.2012 Tobias Grüner

Großer Bahnhof im Sauber-Motorhome. Fast zwei Stunden nach dem Ende des letzten Testtages von Barcelona scharten sich die Journalisten am Tisch von Kamui Kobayashi. Der sympathische Japaner hatte vor der Mittagspause mit einem Sieben-Runden-Run auf den Soft-Reifen die Wochenbestzeit gefahren. Da wollte natürlich jeder wissen, was hinter der schnellen Runde steckte.

Sauber bleibt bei seinen Zielen

"Das war doch nur ein Test", versuchte der Pilot das Ergebnis zu relativieren. "Natürlich bin ich lieber Erster als Letzter. Aber ich weiß besser als jeder andere, wie diese Situation einzuschätzen ist. Ich glaube nicht, dass McLaren und Red Bull so langsam sind, wie es die Zeiten sagen."

Kobayashi bleibt auf dem Boden. Die ursprünglichen Ziele will man wegen ein paar guter Testzeiten nicht korrigieren. "Wir träumen jetzt nicht von Podiumsplätzen. Wir wollen regelmäßig punkten."

Auch die Konkurrenz fragt sich, wie gut der neue Sauber ist. Die Zeiten mit wenig Sprit scheinen vielversprechend. Doch bei den Longruns am Nachmittag schien der C31 den positiven Eindruck nicht bestätigen zu können. "Wir hatten leider keine guten Reifen mehr", erklärt der Pilot die stark abfallenden Zeiten am Ende der Dauerläufe.

Supersoft zu weich für Kobayashi

Kobayashis Bestzeit hätte sogar noch schneller ausfallen können. Kurz nach seinem schnellen Run auf der Mischung "soft" wagte der 25-Jährige noch einen Angriff mit den Supersofts. Doch Sauber-Pilot verpasste seine eigene Vorgabe um vier Tausendstel. "Die Reifen waren frisch, aber ich habe sie wohl nicht richtig auf Arbeitstemperatur gebracht. Ich denke, sie haben schon mehr Grip als der Soft, aber ich habe es einfach nicht so hinbekommen. Wir fahren so wenig mit den Supersoft-Reifen, dass ich da einfach noch nicht so viel Erfahrung mit habe."

Da die Reifen wohl nur zwei Mal in diesem Jahr zum Einsatz kommen, dürfte das nicht so schwer wiegen. Viel mehr Sorgen bereiteten die Defizite in puncto Zuverlässigkeit in den letzten Tagen. Mit dem Rekordwert von 144 Runden schien in diesem Bereich am Freitag ein echter Fortschritt gelungen. Doch ganz zufrieden war Kobayashi nicht. "Wir hatten noch ein paar kleine Probleme mit dem Auspuff. Wenn die nicht gewesen wären, hätte ich 150 Runden geschafft."

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