Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Kamui Kobayashi

Hispania kann Red Bull überholen

Kamui Kobayashi Foto: Sauber 74 Bilder

Sauber-Pilot Kamui Kobayashi erwartet in der neuen Saison viele "lustige Zwischenfälle" mit den neuen Reifen. "Hispania kann Red Bull überholen, wenn die Bedingungen stimmen."

09.03.2011 Tobias Grüner

Sauber hat fast unbemerkt ein neues Update nach Barcelona gebracht. Ganz vorne tauchte das weiße Auto aber noch nicht in der Zeitentabelle auf. Für Kamui Kobayashi kein Grund zur Beunruhigung. "Wir sind nicht auf Bestzeitenjagd, weil wir wissen, wo wir sein könnten", erklärte der Japaner selbstbewusst.

An die Ergebnisse der letzten Saison anknüpfen

Alles hat bei Sauber aber noch nicht gepasst mit den neuen Teilen. "Wir haben noch ein paar Probleme mit der Balance. Da müssen wir noch ein bisschen Feintuning vornehmen." Insgesamt zieht der 24-Jährige aber ein positives Fazit. "Es war ein interessanter Tag. Wir hatten immerhin keine technischen Probleme."

In den nächsten beiden Tagen stehen beim Rennsimulationen an. Dann wird auch Kobayashi schlauer sein, wo der Sauber im Kräfteverhältnis des engen Mittelfelds steht. Schon im Vorjahr sah es bei den Testfahrten sehr gut aus für das Schweizer Team. Für das erste Rennen in Bahrain machte man sich große Hoffnungen. Es schien, als könnte Sauber nach der Trennung von BMW weiter vorne mitfahren.

"Das habe ich auch gedacht. Aber das war nicht der Fall", grinst Kobayashi mit Blick zurück. "Das Problem war, dass wir kein Update für Bahrain hatten. In diesem Jahr hoffe ich, dass wir im ersten Rennen da anknüpfen können, wo wir die letzte Saison aufgehört haben." Das heißt: Kobayashi will in die Punkte.

Hispania könnte Red Bull überholen

Ein großer Knackpunkt sind aber immer noch die Reifen. Kobayashi erwartet, dass die Pirelli-Gummis eine große Rolle spielen werden. "Wir werden wohl einige lustige Zwischenfälle erleben", prophezeit der in Paris lebende Japaner. "Da kann es zu seltsamen Dingen kommen. Vielleicht überholt Hispania den Red Bull. Das wäre lustig, oder? Kann aber passieren."

Wegen der großen Unterschiede bei den Reifen, sei alles möglich, so Kobayashi: "Wenn Red Bull gebrauchte harte Reifen fährt und Hispania neue der Marke "supersoft", könnten wir das erleben. Für die Zuschauer wäre das sicherlich etwas verwirrend."

Immerhin haben sich die FIA und Pirelli darauf geeinigt, im Freitagstraining einen zusätzlichen Gummi anzubieten. Für den Aufsteiger des vergangenen Jahres eine vernünftige Entscheidung: "Ein zusätzlicher Reifensatz ist gut. Damit können wir die Strecke sauber fahren und auch wirklich mal testen. Auch für Rookie-Fahrer ist das gut. Sie müssen nicht mehr ewig warten, bis sie zum Fahren kommen."

Teamkollege Sergio Perez ist einer der Neulinge. Kobayashi kann sich gut in dessen Situation reinversetzen. Im letzten Jahr war er in der gleichen Position. "Sergio macht einen guten Job, wir kommen gut klar", berichtet der Sauber-Pilot über das Verhältnis im Team. Auch bei der Entwicklung des Autos ist der Youngster behilflich. "Vielleicht kann er sogar mehr beitragen als ich im letzten Jahr", scherzt Kobayashi.

Japan weiterhin im Rennkalender

Eine gute Nachricht kam am Mittwoch aus der Heimat. Bernie Ecclestone hat den Vertrag mit Suzuka um ein weiteres Jahr verlängert. Allerdings muss Japan um Zuschauer und Sponsoren kämpfen. Die goldenen Zeiten sind vorbei, als Suzuka schon Monate im Voraus ausverkauft war. "Motorsport ist immer noch eine europäische Sportart", erklärt Kobayashi das Problem. "In Japan sind Sumo und Baseball populärer. Als Senna und Prost noch dabei waren, war es in Mode zu den Rennen zu gehen. Aber die Zeiten sind leider vorbei."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden