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Kamui Kobayashi begeistert Suzuka-Fans

Held des Japan-GP war ein Japaner

Kamui Kobayashi Foto: xpb 32 Bilder

Sauber-Pilot Kamui Kobayashi schnitt beim Japan-GP in Suzuka wie ein Kamikaze durchs Feld. Zur Freude der Fans kämpfte sich der Japaner von Startplatz 14 bis in die Punkteränge auf Platz 7 nach vorne - und glänzte dabei mit fünf äußerst spektakulären Überholmanövern.

10.10.2010

Die Geschichte der japanischen Formel 1-Piloten ist nicht eben ein Erfolgsbuch. Kampfstark waren sie immer wie einst Takuma Sato, aber die Fehlerquote konnte die Aggressivität beim Fahren nie aufwiegen. Sauber-Pilot Kamui Kobayashi darf in seiner bisherigen F1-Karriere für sich in Anspruch nehmen, besser als seine Vorgänger zu sein.

Kampfstark ist auch Kamui, aber Fehler sieht man bei ihm nur äußerst selten. Und er hat eine seltene Gabe: Er kann überholen, weil er überholen will. Er hat den Killer-Instinkt, um Unmögliches möglich zu machen. Und er geht an die Grenze, aber nie darüber hinaus.

Kobayashi und die Haarnadel

Beim Japan-GP war er der ungekrönte Held des Rennens. Auf einer Rennstrecke, auf der man laut Aussage der meisten GP-Fahrer nicht überholen kann, überholte Kamui Kobayashi nicht einmal, sondern gleich fünf Mal. Und das immer an derselben Stelle, und zwar eingangs der Haarnadel, die auf die beiden Degner-Kurven folgt.

In Runde 12 schnappte er sich dort Jaime Alguersuari auf der Bremse. In Runde 17 übermannte er dort Adrian Sutil. Nach seinem Boxenstopp in Runde 38 übertölpelte er mit weichen Reifen in Runde 44 abermals Jaime Alguersuari - mit Vorbande sozusagen. Rubens Barrichello war in Runde 48 fällig und eine Runde später düpierte er auch noch seinen Sauber-Teamkollegen Nick Heidfeld.

Sauber-Pilot als Spätbremser

"Sagen wir es so: Die anderen bremsen da vielleicht einen Hauch früher", erklärt Kobayashi seine furiose Vorstellung. "Und ich bremse da eben ein bisschen später." Bei fast allen Überholmanövern von Kobayashi gab es zwar leichte Berührungen, aber keine unfairen oder gar rüden Rempler.

Obendrein fuhr Kamui Kobayashi noch die sechstschnellste Rennrunde - schneller zum Beispiel als die Mercedes GP-Piloten Michael Schumacher und Nico Rosberg oder McLaren-Mercedes-Star Lewis Hamilton. "Ich habe mein Bestes gegeben und bin sehr glücklich", freute sich Kobayashi über seine gelungene Vorstellung. "Es war ein tolles Rennen und ich freue mich, dass ich den japanischen Fans etwas für ihr Eintrittsgeld bieten konnte."

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