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Kamui Kobayashi

Ohne Respekt gegen zwei Weltmeister

Kamui Kobayashi Foto: Toyota 61 Bilder

Kamui Kobayashi hat in den letzten beiden Saisonrennen viele neue Fans gewonnen. Seine Duelle mit Jenson Button sorgten selbst bei Experten für Erstaunen. In Abu Dhabi überholte der Neuling gleich zwei Weltmeister.

03.11.2009 Tobias Grüner

Nur zwei Auftritte könnten Kamui Kobayashi bereits reichen, um sein Ticket für die nächste Formel 1-Saison zu lösen. Der 23-jährige Japaner legte zwei furiose Vorstellungen hin. Nachdem in Brasilien das Ergebnis noch etwas hinter dem Kampfgeist zurückblieb, fuhr Kobayashi in Abu Dhabi mit Rang sechs auch endlich den verdienten Lohn ein.

"Das war ein tolles Wochenende und ich muss dem Team wirklich für diese Chance danken", blickt der Neuling zurück auf Abu Dhabi. Dabei hatte erst die Verletzung von Timo Glock den zweiten Einsatz möglich gemacht. Kobayashi zahlte das Vertrauen mehr als zurück. Von Rang zwölf schob er sich im Rennen weit in die Punkte: "Der sechste Platz ist fantastisch und besser, als ich es mir vor dem Wochenende ausgemalt habe."

Allerdings ist der Japaner noch nicht ganz zufrieden. "Ich bin zwischendurch ein wenig im Verkehr stecken geblieben. Vielleicht hätte ich sonst sogar um Rang vier kämpfen können. Am Ende kam ich nämlich nochmal näher ran."

Erst Räikkönen, dann Button

Der Grundstein für den Erfolg war ein guter Start. "Ich habe es an Kimi Räikkönen vorbei geschafft, was wichtig für unsere Ein-Stopp-Strategie war", berichtet Kobayashi. Dabei ging der Weltmeister von 2007 mit weniger Gewicht und dem KERS-Vorteil ins Rennen. Während Kobayashi weit nach vorne fuhr, blieb für den Ferrari nur Rang zwölf.

Nach dem Manöver gegen Räikkönen in der ersten Runde kreuzte auch noch der aktuelle Weltmeister Jenson Button die Bahn des Toyotas. "Gegen Ende meines ersten Stints kam plötzlich Jenson genau vor mir aus der Box. Er war schwerer und auf kalten Reifen, deshalb konnte ich an ihm vorbei", spielt der Japaner sein Überholmanöver herunter. Dabei hatte er den neuen Champion am Ende der Geraden mit einem aggressiven Manöver in einen Verbremser gehetzt.

Rivalen wie alle anderen auch

Respekt vor großen Namen scheint der letztjährige Meister der GP2-Asia-Serie nicht zu kennen. "Ich habe sie auf der Strecke nicht als Weltmeister betrachtet", berichtet Kobayashi über seine prominenten Opfer. "Sie sind einfach meine Rivalen auf der Strecke wie jeder andere Fahrer auch und mein Job ist es, sie zu überholen, wenn ich kann."

Auch wenn er lange nicht wusste, ob er in Abu Dhabi zum Einsatz kommen würde, bereitet sich der in Paris lebende Japaner gewissenhaft auf den Grand Prix vor. "Ich war viel in der Fabrik in Köln. Wir haben uns die Daten aus Brasilien noch einmal angeschaut und haben einige Bereiche ausgemacht, wo es noch Verbesserungsbedarf gab. Dinge wie die Setup-Arbeit, das Reifen-Management oder die Kommunikation mit den Ingenieuren."

Endlich in den verdienten Urlaub

Wie man sehen konnte, hat sich das ausgezahlt. "Der Bereich, auf den ich besonderen Wert gelegt habe, war die Pace im Rennen. Die war in Brasilien nicht perfekt. Deshalb war ich vor dem Rennen in Abu Dhabi auch so sicher, dass ich in die Punkte komme." Nach dem anstrengenden Saisonfinale will der Aufsteiger erst einmal Urlaub machen.

"In den letzten beiden Jahren hatte ich kaum einmal einen Tag frei. Nach GP2, GP2 Asia, und Formel 1-Testfahrten freue ich mich auf ein wenig Entspannung, um meine Batterien wieder aufzuladen. Danach sehen wir, was passiert."

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