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Katastrophenalarm bei Red Bull

Foto: Daniel Reinhard

Zwei Wochen vor Saisonbeginn hat die Spaßmannschaft von 2005 noch keine GP-Distanz geschafft. Das Team von Christian Horner lernt gerade den Ernst des Formel 1-Lebens kennen und muss in dieser Woche nachsitzen.

27.02.2006 Markus Stier

Eigentlich hätte nach der vergangenen Woche in Barcelona die Saisonvorbereitung abgeschlossen sein sollen, doch während sich die meisten Teams in diesen Tagen mit letzten Funktionstests für das erste Rennen begnügen, rückt das Red Bull-Team eineinhalb Wochen vor Saisonstart in Bahrain (10.-12.2.) noch einmal zum Testen aus. "Der letzte Test in Valencia gibt uns mehr Zeit auf der Strecke, um die gröbsten Unebenheiten in unserem Paket etwas zu glätten", sagt Teamchef Christian Horner.

Einmal abgesehen von der frisch zusammengewürfelten Truppe von Super Aguri kämpft kein Team so sehr mit der Technik des Autos wie Red Bull. Während Topteams wie Honda und Renault täglich mühelos 400 Kilometer mit ihren neuen Rennern abspulten, kamen die Red Bull-Ferrari gerade 175 Kilometer weit.

V10-Kühler für V8-Motor

Der größte Knackpunkt - ständig überhitzende Motoren - ist mittlerweile behoben. Während alle anderen Teams für die kleineren V8-Motoren auch die Kühlluftöffnungen verringerten, musste Technik-Chef Günter Steiner bei Red Bull nach diversen getöteten Motoren auf die voluminösen V10-Kühler des Vorjahres zurückgreifen.

Wo andere Rennställe nach Strecken mit warmem Wetter suchten, um sich auf die Hitzerennen in Bahrain und Malaysia vorzubereiten, zog die Red Bull-Truppe freiwillig ins kühle Silverstone um. Außentemperaturen von mehr als 15 Grad Celsius waren lebensgefährlich für die Ferrari-Achtzylinder. "Jerez war für uns unmöglich zu fahren", moniert der neue Stardesigner Adrian Newey.

Diverse Kinderkrankheiten

Das Warten auf die größeren Kühler und damit verbundene Aerodynamik-Änderungen kosteten fünf Wochen, in denen David Coulthard und Christian Klien nur wenige Runden in Folge drehen konnten. Die fehlenden Kilometer mit dem RB2 rächten sich in der vergangenen Woche, als diverse andere Kinderkrankheiten zutage traten. In Barcelona muckten erst Getriebe und Kupplung, dann wieder die Lenkung, schließlich gab es erneut Probleme mit den Ferrari-Kundenmotoren.

Bis zur Abreise nach Bahrain verbleiben nur noch ein paar Tage, in denen höchster Stress herrscht. "Jeder im Team gibt Vollgas, um uns bestmöglich auf Bahrain vorzubereiten", sagt Horner. Das ist auch nötig, denn der RB2 hat bisher noch nicht eine einzige Grand Prix-Distanz absolviert. Zur Erinnerung: Die Motoren müssen zwei komplette GP-Wochenenden durchhalten.

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