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Katzenjammer bei Mercedes

Schumi und Rosberg ohne Chance

Michael Schumacher - Mercedes - 300 Grand Prix-Feier - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 1. September 2012 Foto: xpb 77 Bilder

Die Formkurve zeigt nach unten. Die beiden Mercedes werden beim GP Belgien von den Startplätzen 13 und 23 aus ins Rennen gehen. Nico Rosberg erwischte einen rabenschwarzen Tag, der mit einem Getriebeschaden schlecht begann. Michael Schumacher war mit sich und dem Auto zufrieden. "Es ging nicht schneller."

01.09.2012 Michael Schmidt

Die Saison hat für Mercedes gut begonnen. Es gab einen Sieg in Shanghai und eine Trainingsbestzeit in Monte Carlo. Doch seit dem GP England ist der Wurm drin. "Wir stagnieren, die anderen werden besser, und jetzt passen auch noch die Rennstrecken nicht zu unserem Auto", beschrieb Michael Schumacher die Situation. Der Hungaroring und Spa haben trotz höchst unterschiedlichen Layouts eine Gemeinsamkeit. Lang gezogene Kurven. Da beginnen die Mercedes in der Kurvenmitte zu untersteuern.

Balanceprobleme bei Mercedes

Für Michael Schumacher reichte es nur zu einem 13. Startplatz. "Meine Runde war optimal", rekapitulierte der Rekordsieger, "aber leider war nicht mehr drin als dieser 13. Platz. Es ist unheimlich eng. Wenn man bedenkt, dass Sebastian Vettel nur zwei Plätze vor mir steht und Felipe Massa dahinter, dann sieht man, wie stark sich kleine Probleme auf das Resultat auswirken."

Das kleine Problem beschrieb Teamchef Ross Brawn: "Wir haben unsere Reifen nicht gleichzeitig ins Arbeitsfenster gebracht. Die vorderen Reifen kamen früher auf Temperatur als die hinteren." Das führt innerhalb einer Runde zu Balanceverschiebungen. "Im Rennen sollte das kein Problem sein, weil du einen längeren Anlauf hast und die Reifen irgendwann im Arbeitsfenster sind", hofft Brawn. Um die Hinterreifen muss er sich ausnahmsweise keine Sorgen machen. Die haben in Spa generell ein leichteres Leben.

Rosberg in der Quali ohne Setup

Bei Nico Rosberg ging alles schief. In der fünften Runde des dritten Trainings stellte er seinen Mercedes ab. Im Getriebe war ein Lager kaputtgegangen. "Diesen Defekt haben wir zum ersten Mal", ärgerte sich Ross Brawn. Das Getriebe scheint sich langsam zur Achillesferse der Silberpfeile zu entwickeln. In Melbourne blieb Schumacher mit Getriebeschaden stehen. In Hockenheim musste Rosberg fünf Startplätze zurück, weil ein Riss im Getriebegehäuse festgestellt wurde. Die gleiche Strafe ereilte Rosberg auch diesmal. Damit rutscht er vom 18. auf den 23. Startplatz.

Rosberg hatte in der Qualifikation keine faire Chance. Schlimmer konnte es nicht kommen. Wegen des Regens am Freitag lagen keine Daten vor. Alles konzentrierte sich auf das dritte Training am Samstag. "Ich hatte zwei Runden mit vollem Tank, kein Setup für die Qualifikation, und musste mich erst einmal zurechtfinden."

Zusätzliches Handikap. Das Team klaute Rosberg eine zusätzliche Runde, weil ihn sein Ingenieur anwies, Abstand zum Vordermann zu schaffen. Dabei verpasste Rosberg die Zieldurchfahrt für eine weitere Runde um zwei Zehntel.

Mercedes setzt Hoffnungen in Facelift

Auch die Aussichten für das Rennen sind nicht rosig. "Ich stehe weit hinten und bin nicht schnell genug." Rosberg sieht keine Parallele zu Michael Schumacher, der im letzten Jahr aus der letzten Reihe auf Platz fünf fuhr. "2011 war unser Auto in Spa schneller."

Obwohl die Formkurve nach unten zeigt, macht sich Mercedes noch Hoffnung für das letzte Saisondrittel. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke von Monza sollte den Silberpfeilen liegen, und für Singapur ist ein großes Facelift des Autos angekündigt. "Ich gehe von einem echten Fortschritt aus", macht Schumacher auf gute Laune. Ross Brawn pflichtet bei. "Mit mehr Abtrieb lösen sich viele Probleme von selbst."

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