Nach einer Runde war für den zweifachen Ex-Weltmeister somit schon Schluss. Heckflügel abgerissen, Hinterradaufhängung beschädigt. Die Alonso-Fahnen gingen auf Halbmast. Auch Nelson Piquet konnte für Renault nicht punkten. Die Einstopp-Strategie brachte den Brasilianer auf Rang elf. "Ich habe das Rennen im Training verloren. Vom 15. Startplatz fährst du nicht in die Punkte, wenn vorne praktisch keiner ausfällt."
Auto und Fahrer nicht fehlerlos
Bereits das Training war für den englisch-französischen Rennstall enttäuschend verlaufen. Renault und Red Bull im Tabellenkeller, das könne kein Zufall sein, meinte Alonso. Vier Vollgaspassagen von jeweils fast einem Kilometer Länge machen den Motor zu einem Faktor. Teamchef Flavio Briatore gab auch den Fahrern die Schuld: "Fernando hat in der Qualifikation zwei Fehler gemacht. Das war einer zuviel. Und Nelsinho kam wie immer auf einer neuen Strecke nie auf Touren."
Nelson Piquet kritisierte die Abstimmung: "Wir haben in den Schikanen zuviel Zeit verloren. Da holte uns das Untersteuern wieder ein. Mehr Abtrieb wäre besser gewesen, aber der Computer hat uns ein anderes Abtriebsniveau empfohlen."
Team muss um Alonso kämpfen
Alonso lässt durchblicken, dass es jetzt alleine an Renault liegt, ihm die Argumente für einen Verbleib im Team zu liefern. "Die nächsten drei Rennen werden zeigen, ob Renault in der Lage ist, auf den Angriff von Toyota zu antworten." In Valencia zog Toyota seinem Gegner im Kampf um Platz vier auf zehn Punkte davon. Jarno Trulli wurde Fünfter, Timo Glock Siebter.
Alonso glaubt trotzdem: "Wir können es noch schaffen." Chefingenieur Pat Symonds teilt den Optimismus: "Die nächsten zwei Strecken sollten uns liegen." In Spa und Monza kommen die härteren Reifenmischungen zum Einsatz, auf denen sich Toyota schwerer tut als Renault. Doch auf beiden Rennstrecken zählt auch der Top-Speed. "Da ist uns Toyota nicht überlegen", insistiert Symonds.



