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GP Monaco

Katzenjammer bei Sauber: Reifenpoker geht in die Hose

Kamui Kobayashi GP England 2012

Die Sauber zählen zu den besten Autos im Feld. Trotzdem starten Sergio Perez und Kamui Kobayashi nur von den Startplätzen 15 und 16. Meistens machen die Fahrer die Fehler. Diesmal waren es die Renningenieure. Sie pokerten zum falschen Zeitpunkt mit Intermediates.

Es ist zum Haareraufen. Sauber hat ein Auto, das Rennen gewinnen kann. Aber meistens kommt etwas dazwischen, das den ganz großen Erfolg verhindert. Als die Qualifikation im zweiten Segment nach 8.41 Minuten abgebrochen wurde, lag Sergio Perez auf Platz eins und Kamui Kobayashi auf Rang sechs.

Sauber weit hinter Erwartungen zurück

"Kamui wäre auf Rang drei gelegen, hätte er in seiner Runde nicht überholen müssen", merkte Peter Sauber bitter an. "Wir waren absolut bei der Musik, und zwar bei allen Bedingungen. Ich habe mir deshalb von beiden Fahrern Spitzenplätze erwartet."

Am Ende wurden die Startplätze 15 und 17 daraus. Als das Training wieder angepfiffen wurde, rauschten beide Sauber-Piloten in den Keller. Perez stürzte vom ersten auf den 17. Rang ab, aus dem in der Startaufstellung wegen zahlreicher Strafen im Feld Startplatz 15 wird. Kobayashi rutschte um sechs Plätze zurück. Im Q3 waren die beiden Zuschauer.

Das lag allerdings nicht an ihnen selbst. Sauber pokerte als einziges Team im neu angesetzten Q2 mit Intermediates. Auf beiden Autos. Bei nur 6.19 Minuten Restzeit ein hoch riskantes Spiel. Perez und Kobayashi merkten schon nach ein paar Kurven, dass die Reifenwahl zu optimistisch war. Perez blieb auf Intermediates auf der Strecke, doch für die Mischreifen war es noch zu nass. Kobayashi holte sich Regenreifen ab, doch in nur einer Aufwärmrunde kamen die nicht auf Temperatur.

Renningenieure pokern zu hoch

Peter Sauber meinte grimmig: "Das war eine klare Fehlentscheidung. Wenn du eines der schnellsten Autos im Feld hast und auch noch schnelle Fahrer, darfst du dich auf solche Experimente nicht einlassen. Ich bin richtig sauer. Das ist einfach ärgerlich."

Auch Technikchef Matt Morris schüttelte den Kopf: "Wir haben ein viel zu gutes Auto, um so ein Risiko einzugehen." Bleibt die Frage nach dem Schuldigen. Der Chef wollte auf keinen mit dem Finger zeigen. "Das macht es auch nicht besser." Man kann sich aber an fünf Fingern abzählen, wer für die Reifenwahl verantwortlich war. Der Teamchef nicht. Der Technikdirektor nicht. Die Fahrer nicht. Bleiben nur noch die Renningenieure.

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Michael Schmidt

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