Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Kein Hockenheim-GP 2007

Foto: dpa

Update ++ Deutschlands Formel-1-Fans müssen im nächsten Jahr wohl auf eines der beiden Rennen im eigenen Land verzichten. Wie die Verantwortlichen des Hockenheimrings und des Nürburgrings sechs Tage vor dem Großen Preis von Deutschland übereinstimmend erklärten, soll nach den jetzigen Planungen im kommenden Jahr nicht in Hockenheim gefahren werden, sondern nur auf dem Nürburgring. 2008 wäre dann die Rennstrecke im Nordbadischen wiederum an der Reihe.

24.07.2006

"Wir gehen davon aus, dass es 2007 hier kein Rennen gibt», sagte Hartmut Tesseraux, der Sprecher der Hockenheimring GmbH, am Montag (24.7.). "Wir sind nach wie vor in Verhandlungen und werden auch während des Wochenendes Gespräche mit Bernie Ecclestone führen." Die Ergebnisse sollen nach dem zwölften Lauf zur Formel-1-Weltmeisterschaft an diesem Sonntag mitgeteilt werden.

Schon vor längerem zeichnete sich ab, dass es angesichts des abflauenden Booms hier zu Lande und der weiteren Internationalisierung der Formel 1 in Deutschland keine zwei Läufe mehr geben dürfte. "Wir sind für eine Alternierung", sagte Tesseraux.

Walter Kafitz, der Geschäftsführer der Nürburgring GmbH, hatte schon vor einiger Zeit für einen jährlichen Wechsel und nur noch einen Deutschland-Grand-Prix plädiert. Nun wird es wohl trotz des bis einschließlich 2008 gültigen Vertrags mit der Hockenheimring GmbH schon jetzt zu einer vorzeitigen Neuregelung kommen. "Wir sind uns grundsätzlich einig, dass wir alternieren", bestätigte Nürburgring-Geschäftsführer Walter Kafitz

Walter Kafitz: "Kosten steigen mehr als Einnahmen."

Die Kosten würden mehr steigen als die Einnahmen, begründete Kafitz die geplante Maßnahme. "Wenn man diese Verluste nur noch alle zwei Jahre hat, relativieren sie sich", so der Geschäftsführer. Daher sind beide Betreiber auch Willens und bereit, trotz laufender Verträge auf Rennen zu verzichten. Der Kontrakt zwischen Formel-1-
Boss Ecclestone, der weiter nach neuen lukrativen Märkten wie Mexiko und Südkorea strebt, und dem Nürburgring endet 2009. Mit der Hockenheimring GmbH läuft er ein Jahr früher aus.

Unterstützung bekamen die Verantwortlichen der beiden Rennstrecken, auf denen insgesamt 65 Formel-1-Rennen bis dato ausgetragen wurden (29 auf dem Hockenheimring, 36 auf dem Nürburgring) von BMW-Motorsportchef Mario Theissen. Aus Sicht eines deutschen Automobilherstellers und der deutschen Fans sei es natürlich ein schöner Luxus, zwei Grands Prix im eigenen Land zu haben.

Das Potenzial eines Rennens in China sei aber "um Dimensionen größer als das eines weiteren Grand Prix im Umkreis von 250 km", konstatierte er. "Wenn selbst die Träger und Veranstalter der beiden deutschen Grand Prix eine wechselnde Austragung vorschlagen, dann unterstützen wir dies als wirtschaftlich vernünftige Lösung."

Kartenverkauf: Telefone standen nicht mehr still

Als vorbeugende Maßnahme bei einem möglichen Karriereende von Zugpferd und Ferrari-Star Schumacher wollte Kafitz die angestrebte Lösung nicht verstanden wissen. "Das hat keine Rolle gespielt, die Formel 1 ist eine eigenständige Marke", meinte er.

Das Zuschauerinteresse ist ungeachtet der unsicheren Formel-1-Zukunft des kurpfälzischen Traditionskurs dank Michael Schumachers jüngstem Rekordsieg in Magny-Cours gewaltig gestiegen. "Die Telefone standen nicht mehr still", versicherte Tesseraux. "Der Vorverkauf hat gewaltig angezogen." Die Veranstalter gehen davon aus, dass am Rennsonntag wie im Vorjahr 103.000 Besucher kommen. "Wir hoffen, dass Schumacher am Samstag ein gutes Qualifying fährt und der Ticketabsatz dann an den Tageskassen nochmals anzieht."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden