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Kein KERS 2010?

FOTA sucht Kompromiss mit Williams

Williams F1 Foto: Williams F1 27 Bilder

Williams stemmt sich noch als einziges Team gegen den freiwilligen Verzicht auf die Hybrid-Technik (KERS) in der kommenden Saison. Momentan wird mit der Teamvereinigung FOTA fieberhaft nach einer gemeinsamen Lösung gesucht.

26.09.2009

"Wir diskutieren gerade mit der FOTA die Möglichkeiten für eine Einigung, bei der wir im nächsten Jahr nicht mit KERS fahren", erklärte Williams-Technikchef Sam Michael am Rande des GP Singapur. "Wir sind noch mittendrin in Gesprächen, weshalb es zu diesem Zeitpunkt falsch wäre, an die Öffentlichkeit zu gehen und zu sagen, dass wir nächste Saison mit KERS starten."

KERS-Entwicklung wird fortgeführt

In der vergangenen Woche hatten britische Medien noch berichtet, dass Williams sicher mit dem Einsatz seines Hybrid-Systems plane. Dem widersprach Michael nun vehement: "Wenn man unsere Statements genau liest, dann haben wir nie gesagt, dass wir mit KERS fahren. Wir haben nur gesagt, dass wir es weiterentwickeln." Die anderen Teams, die das Energie-Rückgewinnungssystem verwenden, würden das genauso machen, so der Australier.
 
Michael wehrte sich auch gegen den Vorwurf, dass sich das Team mit dem fehlenden Verzichtserklärung gegen die Teamvereinigung stellt. "Wir sind in der FOTA und haben nun gerade mal ein Treffen hinter uns seitdem wir wieder dabei sind. Wir sind also noch mitten im Verhandlungsprozess über genau diesen Punkt."

Gleichgewicht zwischen Technik und Kosten

Auch wenn die FOTA im nächsten Jahr ohne die kostspielige Technik plant, wollen die wenigsten Teams im Fahrerlager KERS langfristig aus dem Programm nehmen. "Ich kenne nicht einen Techniker, der nicht gerne in diese Richtung weiterentwickeln würde, aber die Frage ist, was man sich leisten kann und für was man sein Geld ausgibt", gab Mercedes-Sportchef Norbert Haug zu bedenken.
 
Auch Kollege Mario Theissen von BMW ist von der Technik nach wie vor begeistert. "Ich war einer der stärksten Befürworter von KERS und ich denke immer noch, dass es der Formel 1 eine fantastische Möglichkeit bietet - auch in der Zukunft." Nach dem Rückzug von BMW muss sein Team zukünftig ohne Werksunterstützung auskommen, weshalb Theissens Verständnis für den Sparkurs wächst.

Neue Motorenformel kommt 2013

"Ich sehe nun die andere Seite. Ich denke, wir sollten so viel Innovation wie möglich einbringen, die gleichzeitig bezahlbar bleiben muss, um keine Teilnehmer zu verlieren. Das ist ein Kompromiss, den wir eingehen müssen. Deshalb hat BMW die FOTA auch in dem Anliegen unterstützt, dass nächstes Jahr ohne KERS gefahren wird."
 
Auch Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali warnt vor den Gefahren eines erneuten Entwicklungswettlaufes im Hybrid-Sektor: "Wir müssen sicherstellen, dass die Regeln im Gleichgewicht bleiben. Ansonsten riskieren wir den Einsatz einer kostspieligen Technologie, die aber nicht für alle Teams in Frage kommt." Auf der anderen Seite müsse man aber auch an die Autofirmen denken, wenn es an die Planung der neuen Motorenformel für das Jahr 2013 geht. "Das muss wohl überlegt sein, um das Interesse der Hersteller an der Formel 1 nicht zu verlieren. Wir müssen sicherstellen, dass das, was wir hier machen, auch eine Bedeutung für die Automobil-Industrie hat."

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