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Kein Krach bei Mercedes

Friedenspfeife nach Spanien-Crash

Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Monaco - 25. Mai 2016 Foto: sutton-images.com 105 Bilder

Der Crash in Barcelona hat bei Mercedes nicht wie befürchtet zur Eskalation im Stallkrieg geführt. "Wir sind reifer und erfahrener geworden und können damit umgehen", erklärte Lewis Hamilton. Auch Nico Rosberg hat den Unfall abgehakt: "Unser Verhältnis hat sich nicht verändert."

25.05.2016 Tobias Grüner 1 Kommentar

Der Unfall in Barcelona war auch am Mittwoch (25.5.2016) in Monaco noch Gesprächsthema Nummer 1. Nico Rosberg und Lewis Hamilton mussten sich einige Fragen gefallen lassen, wie es überhaupt dazu kommen konnte. Mittlerweile ist klar, dass das Auto von Rosberg im falschen Motormodus unterwegs war. Der Pilot hatte den Schalter nicht auf die korrekte Position gestellt.

Laut Rosberg habe er die übliche Prozedur jedoch nicht einfach vergessen: "Da gab es viele Faktoren, die da mit reingespielt haben. Genauer gesagt, waren es 3 Faktoren. Aber natürlich kann ich hier nicht über Details reden", versuchte der WM-Spitzenreiter die Situation zu entschuldigen.

Auch Hamilton hat den Weg zum Crash noch einmal analysiert. "Vielleicht hätte ich vor Kurve 1 etwas später bremsen können. Aber das lässt sich im Nachhinein immer leicht sagen", so der Weltmeister. "Er fuhr aber auch auf der sauberen Linie und konnte dadurch später bremsen. Viel hätte ich da nicht ausrichten können."

Kein Streit zwischen Teamrivalen

In einem Punkt sind sich beide Piloten einig: "Alles ist geregelt, alles ist gut. Das liegt jetzt in der Vergangenheit. Unser Verhältnis hat sich nicht verändert", versichert Rosberg. Und auch Hamilton zeigte sich entspannt: "Wir sind reifer und erwachsen geworden. Das Wichtigste ist, dass der Respekt da ist. Wir werden weiter Höhen und Tiefen durchschreiten. Aber wir werden darüber hinwegkommen."

Während Rosberg nicht erklären wollte, wie die Luft im Mercedes-Camp bereinigt wurde, gab Hamilton bereitwillig Auskunft: "Wir haben schon in Barcelona gesprochen. Dann noch einmal in der Fabrik. Das war eigentlich gar nicht nötig. Heute haben wir hier in Monaco wieder ganz normal miteinander geredet. Allerdings nicht über den Unfall. Wir wissen beide, was da passiert ist. Alles ist cool."

Laut Hamilton war es fast unvermeidlich, dass es irgendwann dazu kommen musste: "Wir sind schon so viele Rennen gefahren und haben es bisher immer gut geschafft, eine Kollision zu vermeiden. Wir kämpfen beide hart auf der Strecke, da ist es logisch, dass man sich ab und zu mal näher kommt."

Hamilton befürchtet weiteren Langweiler

Für Monaco ist der Engländer optimistisch gestimmt. Auch wenn die Erinnerungen an den geklauten Sieg im Vorjahr nicht gerade positiv sind: "Am Ende bin ich Weltmeister geworden. Das ist das einzige, was zählt. Wenn man mich fragt, ob ich lieber einen Titel oder den Monaco-Sieg habe, dann würde ich mich immer für den Titel entscheiden."

An ein spannendes Rennen glaubt der Champion allerdings nicht: "Ich habe gerade mit einem Freund geredet. Der sagt, dass er nicht mehr nach Monaco kommt, weil es zu langweilig ist. Nach dem Start ist es immer eine Prozession. Es gibt nur einen Stopp. Wir haben dieses Jahr den Ultrasoft-Reifen. Damit sind wir zwar 2 Sekunden schneller, aber Überholen ist immer noch unmöglich."

Hamilton plädierte für etwas mehr Abwechslung: "Um mehr Boxenstopps zu bekommen, müsste Pirelli einen "Ultra-ultra-ultra-ultra-Soft" bauen. Der müsste 4 Mal weicher sein, als der Ultra-Soft."

Rosberg warnt vor Ricciardo

Rosberg erwartet immerhin etwas mehr Gegenwehr: "Red Bull ist auf jeden Fall ein ernsthafter Gegner. Das hat man ja auch in Barcelona gesehen. Im letzten Sektor waren die dort sehr schnell. Vor allem Daniel (Ricciardo) mit dem neuen Motor wird ein großer Konkurrent." Und Ferrari? "In der Vergangenheit habe ich immer gesagt, dass die nah dran sind, und dann war es am Ende gar nicht so. Da muss ich etwas vorsichtiger sein jetzt."

Neuester Kommentar

Was ich Vermisse, respektive noch während in den Boxen Interview gegeben wurden, eine korrekte Darstellung von Nicki Lauda über das Geschehen.
Er wuste spätestens nach der zusammenkunft aller, das die Dinge nicht so gelaufen sind wie er es im ersten Moment gesagt hat. Was er jedoch sagt liess den Eindruck das Hamilton seine schuld Eingestanden hat. Er sagte "Hamilton hat sich Entschuldigt und damit ist der Fall für mich erledigt".
Ein Grosser solte die Grösse haben einen Fehler eizugestehen!

Kommt wohl eine öffentliche Entschuldigung?

bschenker 25. Mai 2016, 20:36 Uhr
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