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Kein Ruf nach Stallregie

Alonso nimmt Ferrari in Schutz

Alonso vs. Räikkönen - GP Brasilien 2014 Foto: Ferrari 38 Bilder

Fernando Alonso und Ferrari wirken nach außen wie eine glückliche Ehe. Der Spanier hätte sich beschweren können, dass ihn Teamkollege Kimi Räikkönen vier Runden lang aufgehalten hat. Er tat es nicht. Mit dem Argument: "Es hätte am Ergebnis nichts geändert."

10.11.2014 Michael Schmidt

Manchmal fragt man sich bei Fernando Alonso, was er im Schilde führt. Monate lang quälte er Ferrari, um für 2015 frei zu sein. Weil er nicht mehr an das Team geglaubt hat, für das er jetzt fünf Jahre lang gefahren ist. Jetzt macht er den Eindruck, als ginge die Ehe noch fünf Jahre weiter. Dabei ist er praktisch schon mit McLaren-Honda verheiratet. Der Vertrag soll schon unterschrieben sein. Alle warten nur noch auf die offizielle Bestätigung des Rennstalls aus Woking.

Seit inoffiziell bekannt ist, dass Sebastian Vettel zu Ferrari geht, spielt Alonso brav den Teamplayer. Kein falsches Wort gegen seinen Arbeitgeber. Keine Kritik. Stattdessen Verständnis, wenn mal etwas schiefläuft.

Alonso ohne Chance gegen Vettel

Nach dem GP Brasilien hätte man durchaus verstehen können, wenn Alonso einen Stallbefehl eingefordert hätte. In der 63. Runde lief er auf Teamkollege Kimi Räikkönen auf. In Runde 67 war er erst vorbei. Räikkönen fuhr zu diesem Zeitpunkt mit Reifen, die bereits 28 Runden alt waren. Alonsos Garnitur hatte erst 11 Runden auf der Lauffläche. Räikkönen kämpfte einen aussichtslosen Kampf.

Die vier Runden hinter dem Stallrivalen kosteten Alonso knapp fünf Sekunden. Und den Anschluss zu Sebastian Vettel. Trotzdem blieb Alonso friedlich: "Auch wenn ich gleich vorbeigekommen wäre, hätte es für Vettel nicht mehr gereicht. Ich musste am Ende dramatisch Benzin sparen."

Alonso hakte den sechsten Platz als Erfolg ab: "Vom achten Startplatz war es das Maximum. Wir können uns noch bedanken, dass Ricciardo und Bottas wegen Problemen hinter uns gelandet sind."

Auch mit seiner eigenen Vorstellung war der Spanier zufrieden: "Ich musste einen Boxenstopp auf Kimi hereinfahren. Das waren ungefähr 21 Sekunden." Ein Zweistopprennen kam für Alonso nie in Frage: "Dafür haben meine Reifen zu stark abgebaut."

Ferrari reist entspannter nach Abu Dhabi

Ferrari nahm 14 Punkte aus Sao Paulo mit nach Hause. Genauso viel wie McLaren. Damit bleibt der Vorsprung auf den WM-Fünften auf 49 Punkte eingefroren. Alonso: "Das lässt uns etwas entspannter nach Abu Dhabi fahren. Trotz der doppelten Punkte ist das ein gesunder Vorsprung." Nach vorne zu Williams auf Platz 3 fehlen 44 Zähler. Da muss Ferrari schon auf ein Wunder hoffen. Es droht ein vierter Platz wie 2009. Und eine Saison ohne Sieg. Wie zuletzt 1993.

Alonso liefert sich in Abu Dhabi mit Sebastian Vettel und Valtteri Bottas noch ein heißes Rennen um den vierten Platz in der Fahrer-Wertung. Es steht 159:157:156. Zugunsten von Vettel, mit Alonso im Sandwich. Der zweifache Weltmeister stellt sein eigenes Schicksal hinten an: "Priorität hat das Teamresultat. Für mich macht es keinen Unterschied, ob ich Vierter, Fünfter oder Sechster werde."

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