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Kein Supersoft für Renault und HaasF1

"Ein bisschen Nervenflattern“

Haas F1 - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 9.6.2016 Foto: ams 132 Bilder

Das ist ein Unikum. Renault und HaasF1 haben für den GP Kanada nur zwei statt der drei erlaubten Reifenmischungen mitgebracht. Beide verzichten auf den Supersoft-Reifen komplett. Während Renault hinter seiner Wahl steht, würde HaasF1 heute anders entscheiden.

09.06.2016 Michael Schmidt

Das gab es noch nie, seit Pirelli drei unterschiedliche Reifentypen zur Wahl stellt. Zwei Teams verzichten auf eine der Mischungen im Angebot. Renault und HaasF1 beschränken sich auf Ultrasoft und Soft. Den Supersoft lassen sie zuhause. Während Renault seinen Fahrern jeweils 5 Sätze Soft-Reifen und 8 Garnituren Ultrasoft für das GP-Wochenende in Kanada bereitstellt, ging HaasF1 noch extremer vor. Romain Grosjean und Esteban Gutierrez haben jeweils 3 Satz Soft und 10 Satz Ultrasoft für die vier Trainingssitzungen und das Rennen.

Jetzt stellen sich alle die Frage: Haben die beiden einfach nur hoch gepokert, oder wissen sie mehr? Renault-Einsatzleiter Alan Permane schüttelt den Kopf: "Keines von beiden. Es war für uns eine logische Wahl." Ausgelöst hat sie die Entscheidung von Pirelli, ausnahmsweise nur einen Reifentypen für das Rennen zur Pflicht zu machen. Jeder Fahrer muss mindestens ein Mal im Rennen den Soft-Reifen fahren. Normalerweise hat er bei den Pflichtreifen die Auswahl zwischen zwei Mischungen. Der Grund für Pirellis Reifendiktat ist simpel: "Das Problem in Montreal kann das Körnen sein. Mit dem Soft-Reifen stellen wir sicher, dass die Gefahr des Körnens am geringsten ist."

Pirelli besteht auf dem Soft-Reifen im Rennen

Damit stand für Permane fest: "Wenn wir den Soft fahren müssen, entscheiden wir uns bei der Alternative für eine der beiden Optionen. Da der Ultrasoft-Reifen dem Supersoft sehr ähnlich ist, aber etwas mehr Rundenzeit bringt, haben wir ihn genommen. Je nachdem wie lang er hält, fahren wir ein Mal ultrasoft und soft oder zwei Mal ultrasoft und soft. Monte Carlo hat gezeigt, dass mit dem Ultrasoft ein Einstopprennen möglich ist. Da sind einige 47 Runden damit gefahren."

Sein Kollege Ayo Komatsu von HaasF1 ist sich nicht sicher, ob er die perfekte Wahl getroffen hat. "Dürfte ich heute noch einmal wählen, würde ich zur Sicherheit zwei Satz Supersoft dazunehmen. Wir haben unsere Entscheidungen anhand der Erfahrungen von den Wintertestfahrten getroffen. Da hat sich der Ultrasoft fast genauso benommen wie der Supersoft. In Monte Carlo hat sich aber herausgestellt, dass bei kühlen Temperaturen der Supersoft besser geht. Wir erwarten kühles Wetter für Montreal. Das könnte ein Nachteil für uns sein. Deshalb haben wir ein bisschen Nervenflattern."

Auch bei der Anzahl der Soft-Reifen hing HaasF1 einen extremen Weg. Es wurden jeweils nur drei Garnituren pro Auto geordert. Damit schränkt man sich bei den Longruns am Freitag ein. Renault-Mann Permane verrät, wie sein Team die fünf Sätze Soft-Reifen über das Wochenende verteilt: "Zwei Satz fahren wir im P1 am Freitagmorgen, einen im P2 am Nachmittag für den Longrun. Damit haben wir noch zwei frische Garnituren Soft für das Rennen."

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