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Keine Hilfe für Red Bull

"Keine Wohltätigkeits-Veranstaltung"

Boullier & Horner - GP USA - 2015 Foto: xpb 11 Bilder

Red Bull beißt sich an McLaren weiter die Zähne aus. Teamchef Eric Boullier bestätigte, dass man nicht dazu da sei, die Probleme von Red Bull zu lösen. Ins gleiche Horn blies Mercedes-Motorenchef Toto Wolff. Er verneinte die Frage, ob die Motoren für die Kunden nicht zu teuer sind.

01.11.2015 Michael Schmidt

Dieser Widerspruch wartet noch auf eine Auflösung. Honda versichert, dass es mit Red Bull weiter Gespräche gibt und dass man für alles offen sei. McLaren dagegen pocht auf sein Veto-Recht und behauptet, dass Hondas Kapazitäten nicht ausreichen, zwei Teams zu beliefern. Doch was ist jetzt wirklich Sache, Herr Boullier?

Die Antwort war deutlich. "Honda und wir sind Partner. Deshalb verfolgen wir eine gemeinsame Linie. Es ist nicht so, dass Ron Dennis nein und Herr Arai ja sagt. Tatsache ist: Red Bull hat sich selbst in diese Lage gebracht. Wir sind kein Wohlfahrtsunternehmen, das Red Bull helfen muss."

Mercedes zahlt bei Motoren jetzt schon drauf

Ähnliches hatte man bereits am Tag zuvor von Ferrari-Rennleiter Maurizio Arrivabene gehört, als er gefragt wurde, warum Ferrari sein Veto-Recht gegen den Plan der FIA einsetze, den Preis für die Motoren auf 12 Millionen Euro zu beschränken. "Wenn einer dich bittet einen Apfel gemäß einer Spezifikation zu züchten, produzierst du diesen Apfel. Dann kannst du nicht später daherkommen und einen Preis für den Apfel festlegen."

Nicht ganz so unversöhnlich zeigt sich Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Der Österreicher differenziert bei dem Streit um die Motorpreise. Die Kunden wollen nicht an den Entwicklungskosten der Motoren beteiligt werden, weil der Marketing-Nutzen am Ende allein beim Hersteller liegt. Und dem steht es frei, ob er für die Motoren 100 oder 200 Millionen ausgibt.

Wolff widerspricht: "Unsere Partner erwarten den bestmöglichen Motor. Dafür müssen wir Geld investieren. Auch wir müssen so effizient wie möglich arbeiten. Wir haben den Motor gemäß der Regeln und einem Geschäftsplan gebaut. Schon beim augenblicklichen Preis verlieren wir Geld. Der Verlust wäre noch größer, wenn der Preis gesenkt wird. Motorsport ist Wettbewerb und keine wohltätige Veranstaltung."

Wolff zeigt aber immerhin Gesprächsbereitschaft. "Es ist legitim, wenn die FIA und Bernie die kleinen Teams schützen wollen. Wir hören uns diese Vorschläge an und diskutieren darüber. Am Ende wird abgestimmt, und es wird eine Mehrheit für das eine oder andere geben. Sollte es zu einem alternativen Motor kommen, müssen wir uns zusammensitzen und uns über die genauen Details verständigen."

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