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Keine Motor-Strafe in Sochi

Vettel will keinen sechsten Motor

Red Bull - Formel 1 - GP Russland - Sochi - 8. Oktober 2014 Foto: ams 17 Bilder

Der Plan von Sebastian Vettel, freiwillig den sechsten Motor in Sochi einzusetzen, scheitert am Mangel von Teilen. Eine Strafe wäre nur sinnvoll, wenn es von allen sechs Antriebs-Komponenten Ersatz gäbe. Das ist nicht der Fall. Bei den Mercedes stehen nun ebenfalls fünf Motoren in der Liste. Trotzdem bleibt Motorenchef Andy Cowell ruhig.

10.10.2014 Michael Schmidt

Sebastian Vettels Renault-Motor Nummer 5 soll auch den GP Russland überleben. Dabei hätte sich das Rennen in Sochi angeboten, um freiwillig eine Strafversetzung in Kauf zu nehmen. Red Bull erwartet in diesem Rennen keinen Sieg. Die Trainingsplätze 9 und 11 für Vettel und Ricciardo deuten darauf hin, dass Sochi nicht das ideale Terrain für die Weltmeisterautos ist.

Doch der Einsatz eines sechsten Motors macht aus Vettels Sicht nur Sinn, wenn die gesamte Antriebseinheit getauscht wird. "Nehmen wir nur den Motor, gehe ich zehn Startplätze zurück. Wechseln wir alles, muss ich aus der Boxengasse starten. Da ist nicht viel Unterschied. Also macht es Sinn, alles zu tauschen."

Vettel fehlen Motor-Komponenten zum Paket-Wechsel

Würde Vettel nur von einer Komponente die sechste Einheit nehmen, müsste er bei jeder weiteren jeweils fünf Startplätze zurück. Da er aber auch schon bei der MGU-K, MGU-H, dem Turbolader und der Steuereinheit bei fünf Exemplaren angelangt ist, wäre das Risiko zu groß, in ein oder zwei Rennen wieder bestraft zu werden.

Dann lieber ein Mal richtig in den sauren Apfel beißen. Das ist aber in Sochi nicht möglich. "Uns fehlen die Teile. Wir haben nicht von allen sechs Komponenten ein zusätzliches Element hier." Laut Teamberater Helmut Marko liegt das nicht daran, dass ein Teil der Fracht in Moskau hängenblieb: "Motorteile sind nicht dabei."

Daniel Ricciardos Motorschaden sechs Minuten vor Ende des zweiten Trainings war fast schon geplant. "Der Motor hätte sowieso seinen letzten Tag gehabt. Es war ein Exemplar, das bereits am Ende seiner Laufleistung angelangt war. Fast hätte es der Motor geschafft", grinste der Australier. Ihm wird jetzt ein anderes Aggregat aus seinem Fünfer-Kontingent eingebaut. Viel darf sich Ricciardo aber auch nicht mehr leisten. Alle seine fünf Motoren sind bereits mindestens ein Mal eingesetzt worden.

Mercedes auf der sicheren Seite

In der Motorliste der FIA sieht es auf dem Papier auch für die Mercedes-Piloten ziemlich alarmierend aus. Lewis Hamilton und Nico Rosberg sind mit Motor, Turbolader, MGU-K und MGU-H bereits bei der fünften Einheit angelangt. Entscheidet ein Wechsel zum sechsten Motor womöglich die WM?

Motorenchef Andy Cowell beruhigt: "Wir sind guter Hoffnung, dass wir mit allen Komponenten die Saison im Rahmen des Fünfer-Kontingents überstehen. Die Zahlen der eingesetzten Teile sagen ja nichts über ihre Laufleistung auf. Wir haben noch genügend Kilometer in der Hinterhand, die restlichen vier Rennen zu bestreiten."

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