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Keine Strafe für Korea

Feuerwehrauto auf der Strecke

Mark Webber GP Korea 2013 Foto: xpb 66 Bilder

Bei diesem Anblick stockte allen der Atem. In der 37. Runde hatte Sebastian Vettel plötzlich ein Auto vor sich. Ein Feuerwehr-SUV fuhr in langsamer Geschwindigkeit auf der Bahn. Doch wie kam der Irrläufer dorthin? Und muss der Veranstalter jetzt eine Strafe absitzen? Wir klären auf.

06.10.2013

Fast wäre es ein astreiner Start/Ziel-Sieg für Sebastian Vettel gewesen. Doch in der 37. Runde hatte der Weltmeister ein Auto vor sich, mit dem er nicht gerechnet hatte. Ein weißer Geländewagen. Ein Feuerwehrauto auf koreanisch. "Sah aus wie ein BMW. Aber da wir in Korea sind, muss es wohl ein Kia oder ein Hyundai gewesen sein", mutmaßte Vettel und grinste: "Das Kennzeichen konnte ich leider nicht ablesen."

Immerhin wurden sofort die weißen Flaggen gezeigt. Das Zeichen für ein langsames Fahrzeug auf der Strecke. Vettel und seine Kollegen waren vorgewarnt. "Als ich auf die lange Gerade eingebogen bin, habe ich weit vorne das Auto gesehen. Es war nicht wirklich gefährlich. Ich hatte genug Zeit, um ihn zu beobachten. Es war nur die Frage, auf welche Seite er hin will. Aber dann kam ja auch schon das Safety-Car-Zeichen raus."

Auch in Kurve 3 stand ein Feuerwehrauto

Der Irrläufer war auf die Strecke gegangen, weil in Kurve 3 Mark Webbers Red Bull brannte. In der Rennleitung traute Charlie Whiting seinen Augen nicht. Er hatte per Funk um ein Feuerwehrauto gebeten, nachdem er sich vergewissert hatte, dass der Bordfeuerlöscher im Red Bull nicht ausreichte. Insgesamt vier Löschfahrzeuge stehen rund um die Strecke verteilt.

"Wir sind davon ausgegangen, dass sie das Auto rausschicken, das in Kurve 3 stationiert war, weil wir ihnen gesagt haben, das der Red Bull genau in dieser Kurve brannte. Das hätte nicht mal auf die Strecke gehen müssen, sondern gleich durch die Auslaufzone abkürzen können. Aus irgendeinem Grund haben sie aber das Auto in Marsch gesetzt, das in Kurve 2 stand. Ich würde mal sagen, dass war ein klassisches Missverständnis."

Auch SafetyCar-Fahrer Bernd Mayländer war überrascht. "Im ersten Augenblick dachte ich: Wer macht mir denn da Konkurrenz? Ich habe die Szene auf meinem Monitor im Auto gesehen und frage mich noch, auf welcher der Geraden das ist, da bekomme ich schon den Befehl rauszufahren."

Strafe für Korea ist überflüssig

Die Situation war laut Whiting weniger bedrohlich, als sie am Fernsehschirm aussah. "Die Streckenposten haben absolut richtig reagiert und sofort die weißen Flaggen gezeigt. Das passiert immer, wenn ein langsames Auto auf der Strecke ist. So etwas ist schon oft vorgekommen. Als ich am Bildschirm das Auto sah, habe ich sofort das Safety-Car aktiviert. Nicht wegen des Feuers, sondern wegen des Autos."

Die FIA-Kommissare machen den Koreanern keine Vorwürfe. Eine Strafe wird nicht ins Auge gefasst. Ferrari-Rennleiter Stefano Domenicali nahm den Veranstalter in Schutz: "Hier findet pro Jahr nur ein Rennen statt. Da fehlt wohl etwas die Erfahrung." Red Bull-Teamchef Christian Horner war beim Anblick des Feuerwehrautos fast erleichtert: "Da wusste ich wenigstens, dass endlich ein Feuerlöscher zu unserem Auto unterwegs ist."

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