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Keiner redet über Pirelli

Unterschiedliche Reifentypen vorne und hinten

Pirelli - Formel 1 - Jerez - Test - 31. Januar 2014 Foto: Baldauf / SB-Medien 149 Bilder

Alle reden von Motoren, Energiespeichern und hässlichen Nasen. Pirelli ist kein Thema. Weil die Autos wenig und zu langsam fahren, lernen auch die Reifenbauer nicht viel. Pirelli setzt jetzt voll auf die zwei Bahrain-Tests. Danach wird entschieden, ob es vorne und hinten unterschiedliche Reifenmischungen gibt.

31.01.2014 Tobias Grüner

Pirelli-Sportchef Paul Hembery hatte ruhige Tage in Jerez. Was für ein Gegensatz zum letzten Jahr. Keiner wollte etwas von Pirellis Reifenpapst wissen. Er konnte auch nicht viel erzählen. Was soll ein Reifenhersteller lernen, wenn die Autos langsam oder gar nicht fahren?

"Bei dem Tempo, mit dem in Jerez gefahren wird, werden die Reifen nicht so belastet, wie es später in der Saison der Fall sein wird. Sie sind einfach zu langsam. Das ist so, als würden wir die Reifen auf GP3-Autos ausprobieren. Außerdem werden zu wenig Runden am Stück gefahren, als dass man Rückschlüsse ziehen konnte."

Button fuhr Bestzeit mit Medium-Reifen

Hembery wusste nicht einmal, wie lange der Reifensatz an Nico Rosbergs Mercedes war, als er am zweiten Testtag einen Longrun abspulte. Auf die Frage, mit welchem Reifentyp Jenson Button am zweiten Testtag die Bestzeit von 1.24,165 Minuten, musste Hembery bei seinen Reifentechnikern nachfragen. Es war ein Medium-Reifen. Genau wie bei Teamkollege Kevin Magnussen am Donnerstag.

Eine Erkenntnis gibt es wenigstens schon: "Es zieht den Gummi nicht mehr von der Lauffläche. Und das Körnen tritt nicht auf. Das zeigt uns, dass wir in die richtige Richtung gearbeitet haben. Aber ein paar Sekunden schneller können da schon einen Unterschied ausmachen."

Stunde der Wahrheit in Bahrain

Der geplante Regentest ist mit dem nassen Mittwoch Vormittag abgedient. "Der sollte mehr den Teams helfen als uns. Sie wollten wissen, wie sich unsere neuen Regenreifen anfühlen." Am Freitagvormittag gab es in Sachen Nässetest noch einen Nachschlag. Petrus zwang die Teams weitere Kilometer auf den neuen Profilreifen abzuspulen, die jetzt 65 Liter Wasser pro Sekunde verdrängen können statt 60 Litern pro Sekunde.

Für Pirelli beginnt die Stunde der Wahrheit aber erst bei den Bahrain-Testfahrten im Februar. Dabei lassen sich die Daten mit denen vom Dezember vergleichen, als Pirelli die neuen Slicks auf den 2013er Autos ausprobiert hat. Für den Grand Prix hat der Test wenig Relevanz. Bahrain steht ein Nachtrennen bevor. "Wir rechnen mit 15 Grad kühleren Temperaturen. Das macht die Aufgabe einfacher", sagt Hembery. Aus diesem Grund soll einer der acht Testtage bis in die Nacht gehen.

Untersteuernd rein, übersteuernd raus

Trotz der misslichen Umstände in Jerez lässt sich bereits eine Charakteristik der neuen Autos feststellen. Sie untersteuern am Kurveneingang und übersteuern am Ausgang. Hembery schließt deshalb nicht aus, dass Pirelli in diesem Jahr unterschiedliche Mischungen für vorne und hinten liefert. Die Regeln lassen das zu. "Hinten könnten die Reifen zu heiß werden, vorne sich nicht richtig aufwärmen. Wir werden nach den Testfahrten in Bahrain eine Entscheidung treffen, ob wir mit unterschiedlichen Mischungen vorne und hinten antreten."

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