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KERS

BMW und Renault weiter auf Konfrontationskurs

Foto: dpa

Update ++ Renault und BMW sind sich beim Thema KERS weiterhin nicht einig. Während BMW-Rennleiter Mario Theissen in der Hybrid-Technologie eine wichtige Pionierarbeit für die Serie sieht, geht es für Renault-Teamchef Flavio Briatore in erster Linie um eine gute Show und dann um Kosten zu sparen. 

22.08.2008 Michael Schmidt

"Wir haben mit der eingefrorenen Motorentwicklung ein Fenster zugemacht, und mit KERS machen wir ein neues auf." Briatore beteuert, dass er nichts gegen Hybrid-Technologie in der Formel 1 habe, er würde dieses Element aber lieber als gemeinsame Entwicklung aller Teams sehen.

"Es reicht doch, wenn wir ein System entwickeln, das für alle gleich ist. So würden wir demonstrieren, dass wir umweltfreundlich denken. Sobald wir aber Wettbewerb zulassen, wird es Geld kosten. Die Dimensionen, wie viel das am Ende sein wird, kann heute noch niemand abschätzen. Das macht mir Angst."

Einheits-KERS abgelehnt

Briatore vergaß zu erwähnen, dass der Vorschlag für alle ein einheitliches KERS-System bereitzustellen bereits vor einem Jahr auf dem Tisch lag. Theissen wirft ein: "BMW hat damals diesem Vorschlag zugestimmt. Es waren andere, die das abgelehnt haben." Theissen kann Briatores Rechenexempel nicht ganz folgen: "Unter dem Strich sparen wir Geld. Wir haben bei der Motorenentwicklung mehr abgebaut, als uns die Hybridentwicklung kosten wird."

Briatore verwies im Zusammenhang mit der Kostenexplosion erneut auf die Schnellschaltgetriebe, deren Entwicklung Unsummen von Geld verschlungen haben. "Jetzt haben alle dieses Getriebe, alle sind drei Zehntel pro Runde schneller, und unter dem Strich haben wir nur Geld ausgegeben, ohne die Show zu verbessern."

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