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KERS-Brand bei Williams

Batterie muss drei Tage ruhen

Willams KERS-Feuer GP Deutschland 2013 Foto: ams 36 Bilder

Bei Williams rückte am Samstagmorgen die Feuerwehr an. Im Auto von Pastor Maldonado gab es einen Batteriebrand. Es dauerte 30 Minuten, bis der Energiespeicher geborgen werden konnte. Dann kam er in eine Art Sarkophag und wird zurück nach England transportiert. Drei Tage lang darf keiner die Batterie anfassen.

06.07.2013 Michael Schmidt

Es passierte aus heiterem Himmel. Am Samstagmorgen um 8.30 Uhr begann der Williams mit der Startnummer 16 in der Boxengarage plötzlich zu rauchen. Erinnerungen an das Boxenfeuer vom letztjährigen GP Spanien wurden wach (siehe Bildergalerie). Doch diesmal sorgten nicht Benzindämpfe für Feueralarm, sondern ein Batteriebrand im Auto.

Williams-Eingreiftruppe löscht Feuer

Die Speicherzelle für das KERS begann sich ohne ersichtlichen Grund zu zerstören. Sie sitzt beim Williams unter dem Tank in der Sicherheitszelle. Einen ähnlichen Vorfall gab es bereits vor zwei Jahren bei einem Test. Sofort rückte die Williams-Eingreiftruppe heran und kühlte die überhitzte Batterie mit einer speziellen Flüssigkeit.

Teammanager Dickie Stanford registrierte zufrieden: "Unsere Jungs haben ihre Lektion gut gelernt. Sie sind streng nach einem Plan vorgegangen, der in solchen Fällen einzuhalten ist. Als die Strecken-Feuerwehr anrückte, mussten wir sie zurückhalten. Bei Batteriebränden braucht es Spezialisten."

Batterie rumort noch Tage

Man kam sich vor wie bei der Rettung eines außer Kontrolle geratenen Kernkraftwerks. Es dauerte 30 Minuten, bis die Mechaniker es wagen konnten, die Batterie aus dem Auto zu entfernen. Das vor sich hin dampfende Teil wurde ständig auf Temperaturen überwacht. Es wird noch Tage dauern, bis sich die Batterie beruhigt. Nach dem Ausbau kam sie in eine Art Sarkophag. Drumherum wurden Stellwände gestellt.

Am Sonntagabend wird die Batterie mit einem Spezialtransport nach England gebracht. "Wir werden das Ding nicht anrühren, bevor es zurück ist", erzählt Stanford. Der Vorfall weckt böse Vorahnungen. Im nächsten Jahr werden noch leistungsfähigere Batterien in den Autos verstaut. Und sie müssen gemäß Reglement in der Sicherheitszelle installiert werden, sind also schwer zugänglich.

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